Defence

Robuste Kühlung für die beste Verteidigung

Wehrtechnik läuft unter Bedingungen, die kein Datenblatt vollständig beschreibt: Schock, Vibration, Staub, Temperaturextreme, jahrzehntelange Einsatzdauer. Wir konstruieren Kühlkörper, die genau darauf ausgelegt sind, und liefern sie über den gesamten Lebenszyklus nach.

Mehrseitige Bauteilkühlung Produktbeispiel 7-2 | Multipress
Einseitig eingepresste Rohre Produktbeispiel 5-1 | Monopress
Innenstrukturierte Kühlplatten Produktbeispiel 4 | Structureflow
Vertraut von Technologieführern:
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Nicht nur Elektronik

Im Einsatz wird mehr heiß als die Elektronik.

Neben Leistungselektronik kühlen wir Antriebe, Gehäuse, Sensorik und Systemkomponenten. Gerade an mechanischen Bauteilen entscheidet die Kühlung über zulässige Dauerlast und Einsatzbereitschaft.

  • Leistungselektronik

    Umrichter, Wandler und Treiberstufen in Bordnetzen.

  • Radar- & Sensorsysteme

    Temperaturkonstanz für stabile Messgenauigkeit.

  • Antriebe & Statoren

    Verlustwärme direkt an der Wicklung abführen.

  • Gehäuse & Strukturbauteile

    Temperierte Strukturen gegen thermischen Drift.

  • Batterie- & Energiesysteme

    Gleichmäßige Zelltemperierung über große Flächen.

  • Kommunikationstechnik

    Kompakte Kühlung in dicht gepackten Racks.

  • Laser- & Effektorsysteme

    Hohe Leistungsdichten dauerhaft abführen.

Einsatztauglichkeit

Robustheit · Verfügbarkeit · Lifecycle

In der Wehrtechnik zählt nicht der Bestwert im Labor, sondern die Funktion über Jahrzehnte unter wechselnden Bedingungen. Diese drei Achsen legen wir gemeinsam aus. Keine lässt sich gegen eine andere eintauschen.

  • Robustheit

    Auslegung für Schock, Vibration, Staub und Temperaturextreme, mit möglichst wenigen Fügestellen als Schwachpunkt.

  • Verfügbarkeit

    Rahmenverträge, Lagerhaltung und planbare Wiederbeschaffung, damit Instandsetzung nicht am Kühlkörper hängt.

  • Lifecycle

    Last-Time-Buy und Nachfertigung über den gesamten Produktlebenszyklus, auch nach Jahrzehnten.

Was wir für wehrtechnische Systeme liefern

  • Robuste Cold Plates : für Elektronik unter Schock- und Vibrationslast.
  • Strukturintegrierte Kühlung : bei der Kanal und Struktur ein Bauteil bilden.
  • Antriebs- und Statorkühlung : für elektrische Antriebsstränge.
  • Sonderkonstruktionen : für enge, unregelmäßige und geschützte Bauräume.
  • Nachfertigung : für bestehende Systeme und Obsoleszenzfälle.
Wehrtechnik: Flugzeugträger der Marine mit Bordflugzeugen an Deck

Alles aus einer Hand, von der Entwicklung bis zur Serie.

COOLTEC übernimmt dein Thermomanagement komplett: ein Ansprechpartner, ein Prozess, von der ersten Idee bis zur Serienlieferung. Du steigst dort ein, wo du stehst. Entwicklung, Simulation und Konstruktion sind optional.

  1. Optional

    Entwicklung & Simulation

    Wir entwickeln, simulieren und konstruieren deine Kühllösung und testen sie virtuell, bevor wir physisch produzieren.

  2. Herstellbarkeit & Kosten

    Du weißt schon, was du brauchst? Wir prüfen Herstellbarkeit und optimieren dein Design für die Serie.

  3. Muster & Prototypen

    Muster in rund 6-8 Wochen Standardlieferzeit, per Express in 2-4 Wochen, je nach Produkt und Komplexität.

  4. Serienproduktion

    Hochautomatisierte High-Tech-Fertigung in Deutschland, Low-Cost-Serien aus Asien.

  5. Versorgung & Lifecycle

    Rahmenverträge, Lagerhaltung, Last-Time-Buy: Wir sichern deine Versorgung über den gesamten Produktlebenszyklus.

Vorschau: Defence Thermal Guide: Kühlung unter Einsatzbedingungen
Im Guide

Defence Thermal Guide: Kühlung unter Einsatzbedingungen

Auslegungswissen statt Produktkatalog: wie Kühllösungen aussehen, die Schock, Vibration und Temperaturextreme über Jahrzehnte überstehen.

Mit Experten sprechen+49 (0)36781 44 69-0
Sebastian Krüger, Head of Sales und Defence-Expert
Dein Ansprechpartner

Sebastian Krüger

Head of Sales und Defence-Expert

Bring deine thermische Herausforderung mit: Verlustleistung, Bauraum, Medium, Umgebungsbedingungen. Sebastian sucht mit dir im ersten Gespräch die richtigen Lösungsansätze und stellt direkt das Team zusammen, das wir dafür brauchen, aus Anwendungstechnik, Produktionstechnik und Thermoengineering. Eine Warteschleife gibt es dabei nicht.

FAQ Defence

Häufig gestellte Fragen

Arbeitet COOLTEC mit der Wehrtechnik zusammen?

Ja. Anfragen aus der Wehrtechnik erreichen uns vor allem für Entwicklungsprojekte, also für die Phase, in der die Kühllösung erst entsteht. Genau dort liegt unsere Stärke: Auslegung per Thermosimulation, Prototypen in Einzelstückzahl, dann Vorserie. Typische Aufgaben ähneln denen aus Bahn- und Marineanwendungen: Leistungselektronik in geschlossenen Gehäusen, hohe Anforderungen an Schock, Vibration und Korrosion, Betriebsdauern über Jahrzehnte und die Pflicht, Ersatzteile nach vielen Jahren nachfertigen zu können. Grenze und Ehrlichkeit: COOLTEC ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert; wehrtechnikspezifische Qualifizierungen wie AQAP-Standards haben wir nicht. Wenn dein Beschaffungsprozess eine solche Qualifizierung verlangt, sag es vor dem Angebot.

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Können Kühler für geschlossene, gekapselte Geräte gebaut werden?

Ja. Ein vollständig gekapseltes Gerät ohne Luftaustausch ist der Regelfall, wenn Staub, Feuchtigkeit, Salz oder Schutzanforderungen einen offenen Luftweg ausschließen. Die Wärme muss dann über die Gehäusewand nach außen, und dafür ist ein Gehäuse mit integriertem Kühlkreislauf die direkteste Lösung. Anspruchsvoll wird es, weil unterschiedliche Verlustquellen zusammenkommen: Leistungshalbleiter geben ihre Wärme auf kleiner Fläche ab, Drosseln und Transformatoren verteilt und mit höherer zulässiger Temperatur. Praktisch legt man deshalb Zonen unterschiedlicher Kühlleistung in einem Bauteil an, statt überall dieselbe Struktur zu verwenden. Grenze: Ohne bewegte Luft im Gehäuse hilft die kalte Wand nur Bauteilen mit thermischer Brücke dorthin. Bauteile ohne Anbindung brauchen Wärmeleitbrücken oder einen internen Lüfter.

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Halten die Kühler Schock, Vibration und Salzatmosphäre aus?

Eingepresste Rohre sind mechanisch formschlüssig gefügt und damit für Schock- und Vibrationsbelastung gut geeignet. Die Belastung greift nicht an einer Klebe- oder Lötnaht an, sondern an einer umgeformten Verbindung. Kritisch sind nicht die Rohre in der Platte, sondern freie Rohrenden und Anschlüsse: Ein ungestütztes, langes Rohrende wirkt als Schwinger und bricht an der Einspannstelle. Deshalb legen wir Rohraustritte kurz aus, stützen sie ab oder führen sie über eine Verschraubung direkt am Plattenkörper. Gegen Salzatmosphäre entscheidet die Oberfläche: dickere Eloxalschichten mit Verdichtung, und keine offenen Kupfer-Aluminium-Paarungen. Grenze: Den Nachweis unter deinem Lastprofil führt ein Prüflabor. Wir konstruieren darauf hin und liefern die Bauteile für die Prüfung, führen sie aber nicht selbst durch.

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Können Bauteile nach vielen Jahren nachgefertigt werden?

Ja, und das ist bei langen Nutzungsdauern die eigentlich wichtige Frage. Voraussetzung ist Dokumentation: Wir halten Werkstoff, Materialform, Rohrgeometrie und Fertigungsschritte so fest, dass ein Nachbau nach Jahren möglich bleibt. Dazu gehört nicht nur die Zeichnung, sondern auch das, was eine Zeichnung nicht enthält. Zwei Punkte begrenzen die Nachfertigbarkeit in der Praxis, und man sollte sie früh regeln: Verfügbarkeit des Vormaterials in derselben Materialform, denn Guss- und Walzmaterial sind nicht austauschbar, und Verfügbarkeit eines Strangpressprofils, wenn das Werkzeug beim Presswerk am Ende seiner Standzeit ist. Grenze: Zusicherungen über konkrete Zeiträume treffen wir projektbezogen; eine pauschale Ersatzteilgarantie über Jahrzehnte gibt kein Fertiger seriös ab.

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Wie werden Kühler für Unterwasser- und Offshore-Einsatz ausgeführt?

Für Unterwasser- und Offshore-Anwendungen verschiebt sich die Aufgabe von der Kühlleistung zur Dichtheit und Korrosion: Das Gehäuse muss dem Umgebungsdruck standhalten, und jede Materialpaarung im Salzwasserumfeld ist ein potenzielles galvanisches Paar. Bei Umrichtern im geschlossenen Edelstahlgehäuse führt der Weg über eine innenliegende Kühlplatte, die an die Gehäusewand angebunden ist, sodass die Wärme über die Wand ans Umgebungswasser abgegeben wird, ohne dass Seewasser den Kühler berührt. Kritisch sind die Durchführungen: Jede Verschraubung nach außen ist ein Leckagepfad und braucht Werkstoff und Dichtsystem passend zur Umgebung. Grenze und Ehrlichkeit: Druckbehälterberechnung und Zulassung des Gehäuses für Tauchtiefen sind nicht unser Leistungsumfang. Wir liefern die thermische Komponente darin.

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Welche Ausfuhrkenndaten liefert COOLTEC, und wie läuft die Exportkontrolle?

Zu jedem Artikel liefern wir die Ausfuhrkenndaten: AL-Nummer nach der deutschen Ausfuhrliste, ECCN nach US-Recht, statistische Warennummer (HS-Code) und Ursprungsland. Das ist bei uns Routine, weil Serienkunden aus der Leistungselektronik sie zwingend verlangen, bevor überhaupt ein Angebot bewertet wird, und weil sie Teil der Lieferantenanlage bei Großkonzernen sind. Zur Einordnung der Produkte selbst: Kühlkörper und Kühlplatten sind zivile Bauteile ohne eigene militärische Funktion. Ob eine Lieferung im konkreten Fall genehmigungspflichtig wird, entscheidet nicht der Kühler, sondern dein Endprodukt, die Endverwendung und das Bestimmungsland. Nenn beides in der Anfrage, dann klären wir es vor dem Angebot. Geheimhaltung läuft über deine NDA-Vorlage oder unsere. Grenze: Das Genehmigungsverfahren für dein Endprodukt führen wir nicht. Es liegt beim Ausführer des Endprodukts.

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Wie legt ihr den thermischen Widerstand aus?

Wir starten mit deinem Lastfall: Verlustleistung, Verteilung über die Fläche, zulässige Bauteiltemperatur, Vorlauftemperatur, Volumenstrom und Bauraum. Daraus ergibt sich das Rth-Budget, das wir in der Thermosimulation gegen Varianten der Kanalführung prüfen, bevor die Konstruktion beginnt.

Wie legt ihr für Temperaturextreme aus?

Wir betrachten nicht nur den Maximallastfall, sondern die Temperaturwechsel über die Einsatzdauer. Entscheidend sind Ausdehnungsunterschiede zwischen Werkstoffen und die daraus folgenden Spannungen in Fügestellen.

Welche Werkstoffe verarbeitet ihr, und wie wählt man richtig?

Wir verarbeiten Kupfer, Kupfernickel, Edelstahl und Aluminium. Die Wahl folgt drei Kriterien: Wärmeleitfähigkeit, Medienkompatibilität und mechanische Anforderung. Häufig kombinieren wir beides: leitfähiges Material an der Wärmequelle, beständiges Material am Medium.

Wie stellt ihr Dichtheit sicher?

Standard ist die Druckprüfung jedes Bauteils; für anspruchsvolle Anwendungen prüfen wir zusätzlich mit Helium-Lecktest und dokumentieren die Leckrate pro Teil. Die Zielleckrate legen wir vor der Konstruktion fest.

In welchen Größen fertigt ihr Kühlkörper und Flüssigkeitskühlplatten?

Wir fertigen vom 30 mm kurzen Mikrokanalkühler bis zur 3 m (30.000 mm) langen Kühlplatte und darüber hinaus bis zum komplett gekühlten Präzisionsgroßbauteil. Was geht, entscheidet nicht die Größe allein, sondern Werkstoff, Bauweise und Toleranz: Nenn uns deine Abmessungen, dann sagen wir dir, in welcher Bauweise wir sie fertigen.

Kühlt ihr auch mechanische Komponenten?

Ja: Gehäuse, Strukturbauteile, Statoren und Antriebe. Bei mechanischen Bauteilen geht es oft weniger um maximale Wärmeabfuhr als um einen kleinen Temperaturgradienten, weil der Gradient die Verformung erzeugt.

Liefert ihr auch für Obsoleszenzfälle nach?

Ja. Rahmenverträge, Lagerhaltung und Last-Time-Buy gehören zu unserem Standardangebot. Wir fertigen auch Bauteile nach, deren Ursprungslieferant nicht mehr verfügbar ist.

Welche Stückzahlen und Lieferzeiten sind möglich?

Muster in rund 6-8 Wochen Standardlieferzeit, per Express in 2-4 Wochen. Für die Serie fertigen wir hochautomatisiert in Deutschland; kostensensible Standardteile kommen aus unseren Joint Ventures in Asien.

Arbeitet ihr unter NDA?

Ja, das ist für uns der Normalfall. Wir zeichnen deine Geheimhaltungsvereinbarung oder stellen unsere. Kundenprojekte und Anwendungsdetails geben wir grundsätzlich nicht weiter.

Grundlagen

Kühlung in der Wehrtechnik: worauf es technisch ankommt

Wehrtechnische Systeme werden über Jahrzehnte betrieben und instandgesetzt. Das verschiebt die Auslegung weg vom Bestwert hin zur Robustheit und Nachlieferbarkeit.

Auszug aus dem Cool How Report 2026

So legen wir eine Kühllösung aus

Jede Auslegung beginnt mit denselben Randbedingungen: Verlustleistung Pv, maximal zulässige Bauteiltemperatur, Umgebungs- bzw. Vorlauftemperatur und die verfügbare Kontaktfläche. Erst daraus ergibt sich, welche Kühlstrategie überhaupt in Frage kommt.

Warum das so genau sein muss: Ein Temperaturanstieg um nur 10 Kelvin kann die Lebensdauer elektronischer Komponenten halbieren.

Die vier Kenngrößen eines thermischen Systems

λ
Wärmeleitfähigkeit [W/m·K]
Beschreibt den Wärmetransport im Medium. Kupfer liegt bei rund 400 W/m·K, Aluminium bei 150–200 W/m·K.
λ = Q̇ · l / (A · ΔT)
α
Wärmeübergangskoeffizient [W/m²·K]
Beschreibt den Wärmefluss zwischen fester Oberfläche und Fluid, also zwischen Kühlkörper und Luft oder Kühlmedium.
α = Q̇ / (A · ΔT) = Nu · λF / L
Rth
Wärmewiderstand [K/W]
Gibt an, welche Temperaturdifferenz nötig ist, um 1 W zu übertragen. Herstellerangaben gelten nur für die angegebenen Prüfbedingungen.
Rth = ΔT / Q̇
k
Wärmedurchgangskoeffizient [W/m²·K]
Wie der α-Wert, jedoch für den Durchgang durch Festkörperschichten statt für den Übergang an ein Fluid.
k = 1 / (Rth · A)

In fünf Schritten zur passenden Kühllösung

1
Systemparameter erfassen
Verlustleistung Pv, maximal zulässige Bauteiltemperatur Tmax, Kontaktfläche A sowie Umgebungstemperatur T0 (Luft) oder Vorlauftemperatur Tv (Flüssigkeit).
2
Temperaturdifferenz berechnen
ΔT = Tmax − T0 beziehungsweise ΔT = Tmax − Tv.
3
Erforderlichen Wärmewiderstand bestimmen
Rth = ΔT / Pv, der Wert, den die Kühllösung unterschreiten muss.
4
Wärmedurchgangskoeffizient abschätzen
Ist die Kontaktfläche bekannt: k = 1 / (Rth · A). Das macht Luft- und Flüssigkeitslösungen vergleichbar.
5
Kühlstrategie festlegen
Aus k und Bauraum ergibt sich, ob natürliche Konvektion, Zwangskühlung oder eine Cold Plate erforderlich ist.
Rechenbeispiel: Kühlung eines IGBT
Gegeben: A = 0,03 m², T0 = 20 °C, Tmax = 70 °C, Pv = 2000 W.
ΔT = 50 K  →  Rth = 50 K / 2000 W = 0,025 K/W  →  k = 1333,3 W/m²·K
Ergebnis: Für diesen Fall ist eine Flüssigkeitskühlung (Cold Plate) erforderlich.

Was den Wärmewiderstand eines Luftkühlkörpers beeinflusst

Effektive Kühlfläche: Mehr Fläche senkt den Rth, aber nur bis zu einem Grenzwert, dem sich der Wert asymptotisch nähert.
Ausrichtung bei natürlicher Konvektion: Die Lage zur Schwerkraft bestimmt die Strömungsgeschwindigkeit. Je langsamer die Strömung, desto höher der Rth.
Strömungsgeschwindigkeit: Mit Lüftern steigt sie deutlich gegenüber freier Konvektion. Die Einbaulage wird dann zweitrangig.
Verlustleistung: Der Rth-Wert sinkt mit steigender Verlustleistung und nähert sich einem konstanten Wert.

Werkstoffe: Wärmeleitfähigkeit und Strömungsgrenzen

Die Werkstoffwahl entscheidet über thermische Performance und Lebensdauer. Wird die maximal empfohlene Strömungsgeschwindigkeit im Rohr überschritten, trägt das Medium die schützende Passivschicht mechanisch ab. Erosion und Leckage sind die Folge.

Werkstoff Wärmeleitfähigkeit bei 20 °C Max. Strömungsgeschw.
Kupfer / Kupferlegierungen 305–394 W/m·K 2,0 m/s
Aluminium / Al-Legierungen 125–210 W/m·K 1,8 m/s (Strukturen 1–2 m/s)
Kupfer-Nickel (CuNi) - 3,5 m/s
Edelstahl geringe Leitfähigkeit, sehr gute Korrosionsbeständigkeit 4,5 m/s
Graphit (parallel zur Schichtebene) bis 2000 W/m·K, technisch 140–160 W/m·K -
Sinterkeramik (BN, SiC) 100–200 W/m·K, elektrisch isolierend -

Diese Daten brauchen wir für deine Auslegung

Je vollständiger die Randbedingungen, desto schneller kommen wir von der ersten Abschätzung zur belastbaren CFD-Simulation. Diese Checkliste stammt aus dem Cool How Report und ist die Grundlage jedes Auslegungsgesprächs.

Flüssigkeitskühlkörper
Verlustleistung und deren Lage
Vorlauftemperatur und Daten des Kühlmediums
Verfügbarer Volumenstrom, gewünschter Druckverlust
Festkörperwerkstoffe und Materialkombinationen im Kreislauf
Max. zulässige Oberflächentemperatur
Übergangswiderstände der Bauteilanbindung
Wenn vorhanden: CAD-Modell
Luftkühlkörper
Verlustleistung und deren Lage
Thermische Anbindung (Datenblatt Paste oder Pad)
Umgebungstemperatur
Ausrichtung des Kühlkörpers im Raum
Ggf. Datenblatt des vorgesehenen Lüfters
Bauraum und Einbaumöglichkeiten
Zulässige Temperaturstreuung auf der Oberfläche

Auslegung für Extrembedingungen

Ein Kühlkörper, der im Labor überzeugt, kann im Feld an Staub, Salznebel oder Temperaturwechseln scheitern. Wir legen deshalb gegen den ungünstigsten realistischen Betriebsfall aus, nicht gegen den Nennfall.

Werkstoffwahl, Oberflächenschutz und Fügeverfahren richten sich nach dieser Anforderung. Welche Umgebungsbedingungen konkret gelten, klären wir zu Projektbeginn.

Fügestellen als Schwachpunkt

Unter Schock und Vibration sind Verbindungen zwischen Rohr, Platte und Anschluss die kritischen Stellen. Jede Fügestelle ist ein potenzieller Rissausgang über die Lebensdauer.

Wir bevorzugen deshalb Bauweisen mit wenigen Fügestellen, etwa Structureflow, bei dem Kanal und Struktur ein Bauteil bilden. Die verbleibenden Fügestellen prüfen wir auf die geforderten Lastwechsel.

Verfügbarkeit über Jahrzehnte

Der teuerste Ausfall ist der, für den es kein Ersatzteil mehr gibt. Wehrtechnische Programme laufen länger als die meisten Lieferketten.

Wir sichern die Versorgung über Rahmenverträge, Lagerhaltung und Last-Time-Buy. Auch Bauteile, deren Ursprungsdokumentation lückenhaft ist, fertigen wir nach.

Vom Prototyp in die Serie

Ein Prototyp, der thermisch funktioniert, aber nicht serienfähig ist, kostet am Ende am meisten. Deshalb prüfen wir Herstellbarkeit und Kosten parallel zur thermischen Auslegung, nicht danach.

Weil COOLTEC Entwicklung, Fertigung, Prüfung und Lieferung selbst übernimmt, geht bei diesen Übergängen nichts verloren, vom ersten Lastfall bis zum Last-Time-Buy.

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Rth-Auslegung unter Extrembedingungen erklärt
Schock, Vibration und Dichtheit als Prüfgrößen
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Schick uns deinen Lastfall: Verlustleistung, Bauraum, Umgebungsbedingungen, geforderte Lebensdauer. Wir sagen dir, ob und wie wir ihn lösen.

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