Energy

Stabile Netze brauchen kühle Elektronik mit möglichst wenig Wartung

Umrichter, Netzkupplungen und Speicher laufen jahrzehntelang, oft an schwer zugänglichen Standorten. Wir konstruieren Kühlkörper für Leistungselektronik im Energiesektor: ausgelegt auf Dauerlast, auf geringen Wartungsaufwand und auf Nachlieferbarkeit.

Einseitig eingepresste Rohre Produktbeispiel 3 | Monopress
Innenstrukturierte Kühlplatten Produktbeispiel 1 | Structureflow
Stranggepresster Kühlkörper Produktbeispiel 3-1 | Extrufin
Vertraut von Technologieführern:
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Nicht nur das IGBT-Modul

In der Anlage wird mehr heiß als das Leistungshalbleitermodul.

Neben Leistungshalbleitern kühlen wir Stromschienen, Drosseln, Transformatoren und Gehäuse. Gerade an diesen Komponenten entscheidet die Kühlung über zulässige Dauerleistung und Baugröße.

  • IGBT- & SiC-Module

    Hohe Stromdichten mit langer Lastwechselfestigkeit.

  • Stromschienen & Busbars

    Verlustwärme in der Stromverteilung aufnehmen.

  • Drosseln & Filter

    Passive Komponenten mit hoher Dauerverlustleistung.

  • Transformatoren

    Gleichmäßige Temperierung über große Flächen.

  • Batteriespeicher

    Zelltemperierung für Lebensdauer und Sicherheit.

  • Gehäuse & Schaltanlagen

    Luft-Wasser-Kühlung statt Klimagerät.

  • Ladeinfrastruktur

    Leistungselektronik in Schnellladesystemen.

Energietechnik

Dauerlast · Wartungsarmut · Lifecycle

Anlagen im Energiesektor laufen über Jahrzehnte, oft ohne regelmäßigen Zugriff. Wir legen deshalb nicht auf den Bestwert aus, sondern auf den Wert, der nach zwanzig Jahren noch anliegt.

  • Dauerlast

    Auslegung auf das reale Lastprofil mit Reserve für Verschmutzung und Alterung des Kreislaufs.

  • Wartungsarmut

    Spülbare Geometrien, abgestimmte Werkstoffpaarungen und Medien, damit Wartung planbar bleibt.

  • Lifecycle

    Rahmenverträge, Lagerhaltung und Last-Time-Buy über den gesamten Anlagenlebenszyklus.

Was wir für die Energietechnik liefern

  • Cold Plates (Flüssigkeitskühlplatten) : für IGBT- und SiC-Module bis in den MW-Bereich.
  • Busbar-Kühler : für Stromschienen und Verteilung.
  • Schaltschrankkühlung : mit Luft-Wasser statt Klimagerät.
  • Nachfertigung : für bestehende Anlagen und Obsoleszenzfälle.
Kühlung für Antriebs- und Steuerungstechnik

Alles aus einer Hand, von der Entwicklung bis zur Serie.

COOLTEC übernimmt dein Thermomanagement komplett: ein Ansprechpartner, ein Prozess, von der ersten Idee bis zur Serienlieferung. Du steigst dort ein, wo du stehst. Entwicklung, Simulation und Konstruktion sind optional.

  1. Optional

    Entwicklung & Simulation

    Wir entwickeln, simulieren und konstruieren deine Kühllösung und testen sie virtuell, bevor wir physisch produzieren.

  2. Herstellbarkeit & Kosten

    Du weißt schon, was du brauchst? Wir prüfen Herstellbarkeit und optimieren dein Design für die Serie.

  3. Muster & Prototypen

    Muster in rund 6-8 Wochen Standardlieferzeit, per Express in 2-4 Wochen, je nach Produkt und Komplexität.

  4. Serienproduktion

    Hochautomatisierte High-Tech-Fertigung in Deutschland, Low-Cost-Serien aus Asien.

  5. Versorgung & Lifecycle

    Rahmenverträge, Lagerhaltung, Last-Time-Buy: Wir sichern deine Versorgung über den gesamten Produktlebenszyklus.

Vorschau: Energy Thermal Guide: Kühlung für Netz- und Leistungselektronik
Im Guide

Energy Thermal Guide: Kühlung für Netz- und Leistungselektronik

Der Guide erklärt die Auslegung, nicht das Produktprogramm: wie Kühllösungen aussehen, die über Jahrzehnte an schwer zugänglichen Standorten funktionieren.

Mit Experten sprechen+49 (0)36781 44 69-0
Sebastian Krüger, Head of Sales und Energy-Expert
Dein Ansprechpartner

Sebastian Krüger

Head of Sales und Energy-Expert

Bring deine thermische Herausforderung mit: Verlustleistung, Bauraum, Medium, Umgebungsbedingungen. Sebastian sucht mit dir im ersten Gespräch die richtigen Lösungsansätze und stellt direkt das Team zusammen, das wir dafür brauchen, aus Anwendungstechnik, Produktionstechnik und Thermoengineering. Eine Warteschleife gibt es dabei nicht.

FAQ Energy

Häufig gestellte Fragen

Ab welcher Verlustleistung reicht ein Luftkühlkörper in der Stromversorgung nicht mehr aus?

In der Stromversorgung stößt Luftkühlung typischerweise oberhalb von etwa 5 bis 10 W/cm² Wärmestromdichte an ihre Grenze. Entscheidend ist dabei nicht die absolute Leistung, sondern die Fläche, über die sie abgeführt werden muss. Ein IGBT-Modul mit 3 kW Verlustleistung auf großer Grundplatte ist luftgekühlt beherrschbar; dieselben 3 kW auf einem SiC-Modul mit einem Viertel der Fläche sind es nicht. Die zweite Grenze ist der Bauraum: Ein Luftkühler braucht Rippenhöhe und Luftvolumen, eine Kühlplatte nicht. Praktischer Anhaltspunkt aus Kundenprojekten: Ab etwa 2 kW je Baugruppe oder bei geforderten Kühlkörper-Temperaturen unter 60 °C bei 40 °C Umgebung wird Flüssigkühlung meist die einfachere Lösung. Umgekehrt gilt: Solange Luft reicht, ist Luft günstiger und wartungsfreier, und dann lohnt der Wechsel auf Flüssigkeit nicht.

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Wie erreicht ihr einen vorgegebenen Wärmewiderstand, zum Beispiel Rth unter 0,02 K/W?

Ein vorgegebener Wärmewiderstand wird über drei Größen erreicht: die innere Struktur der Kühlplatte, den Volumenstrom und die Position der Wärmequellen. Für Vorgaben im Bereich 0,02 K/W bei mehreren Wärmequellen führt in der Regel kein Rohrkühler zum Ziel, sondern eine innenstrukturierte Platte, bei der der Kanal direkt unter der Quelle liegt. Wichtig für die Anfrage: Rth ist ohne Angabe von Volumenstrom, Eintrittstemperatur und Bezugsfläche nicht überprüfbar. Dieselbe Platte erreicht bei 8 l/min einen deutlich besseren Wert als bei 2 l/min. Wir rechnen die Auslegung per Thermosimulation und geben den erreichten Wert mit den zugehörigen Randbedingungen an. Grenze: Unterhalb bestimmter Werte steigt der Druckverlust so stark, dass die Pumpe zum Kostentreiber wird. Auch das prüfen wir mit.

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Darf der Kühlkörper auf Spannung liegen, und wie wird die Isolation nachgewiesen?

Ein Kühlkörper kann auf Potenzial liegen. In der Leistungselektronik ist das ein regelmäßiger Fall, und er beeinflusst vor allem die Wahl des Kühlmediums und der Anschlüsse. Bei Kühlern auf Potenzial arbeitet man mit isolierenden Schlauchstrecken definierter Länge, deionisiertem Wasser oder isolierenden Zwischenlagen; die Abstände richten sich nach der Isolationskoordination (DIN EN 60664-1, im Bahnbereich EN 50124). Für Teilentladungsprüfungen im Bereich einiger Kilovolt sind Kantenverrundung und Oberflächenqualität mitentscheidend, weil Feldspitzen an Graten entstehen. COOLTEC fertigt und prüft die mechanische Seite; die Isolationsauslegung und die Teilentladungsprüfung des Gesamtaufbaus liegt beim Systemhersteller, weil sie vom kompletten Umfeld abhängt. Wir liefern dafür Zeichnungsangaben zu Verrundungen und Oberflächen und stimmen die Anschlussgeometrie darauf ab.

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Wie wird der Wärmeübergang zwischen Leistungsmodul und Kühlplatte so gut wie möglich?

Der Übergang zwischen Modul und Kühlplatte ist bei guter Auslegung der größte einzelne Widerstand im gesamten Pfad, nicht die Kühlplatte selbst. Entscheidend sind Planheit der Anschraubfläche, Oberflächenrauheit und ein gleichmäßiges Anzugsmuster der Schrauben. Für Leistungsmodule fertigen wir die Kontaktfläche planbearbeitet mit einer Ebenheit von 0,05 mm über die Modulfläche und geben die erreichten Werte in der Zeichnung an. Wärmeleitpaste oder Folie kompensiert nur Restunebenheit; eine dicke Pastenschicht verschlechtert den Übergang, statt ihn zu verbessern. Grenze: Bei sehr großen Modulflächen begrenzt der Verzug des Moduls selbst das Ergebnis. Eine noch bessere Planheit der Platte bringt dann nichts mehr, und man arbeitet über Schraubenbild und Anpresskraft.

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Wie viele Kühler muss ich mindestens abnehmen, und geht auch ein Prototyp?

Einzelstücke und Kleinserien sind bei uns der Normalfall: Ein großer Teil unserer Anfragen beginnt mit 1 bis 10 Stück, oft als Prototyp vor einer Serienentscheidung. Bei kundenspezifischen Kühlplatten gibt es keine Mindestmenge im klassischen Sinne. Der Stückpreis sinkt mit der Menge, weil Rüst- und Programmieraufwand sich verteilen. Anders ist es bei einem eigenen Strangpressprofil: Dort fällt ein Werkzeug an, das sich erst ab einer bestimmten Jahresmenge rechnet; bis dahin arbeitet man mit einem bestehenden Profil aus der Profildatenbank und passt es mechanisch an. Grenze: Bei Einzelstücken dominiert der Einrichtaufwand den Preis so stark, dass der Stückpreis nicht mit einer Serienkalkulation vergleichbar ist. Dahinter steckt keine Preispolitik, sondern Rüstzeit.

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Nach welcher Norm ist COOLTEC zertifiziert?

COOLTEC ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert (TÜV Thüringen), Geltungsbereich: Entwicklung, Produktion und Vertrieb von Kühlkörpern und Coldplates sowie Zubehör für die Elektronikindustrie. Für branchenspezifische Anforderungen, etwa Brandverhalten im Schienenfahrzeug oder Werkstoffnachweise in der Luftfahrt, erbringen wir Nachweise über Werkstoff- und Prüfzeugnisse der Vorlieferanten sowie eigene Prüfprotokolle, nicht über eine eigene Systemzertifizierung nach der jeweiligen Branchennorm. Konkret heißt das: Wir liefern Werkstoffzeugnisse, Dichtheits- und Druckprüfprotokolle und Maßprotokolle, und wir kennen die Anforderungen der jeweiligen Norm. Die Konformitätserklärung für das Endprodukt erstellt der Systemhersteller. Wenn du eine bestimmte Zertifizierung als Lieferantenanforderung hast, sag uns das früh. Dann klären wir vor dem Angebot, ob wir sie erfüllen können.

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Wie legt ihr den thermischen Widerstand aus?

Wir starten mit deinem Lastfall: Verlustleistung, Verteilung über die Fläche, zulässige Bauteiltemperatur, Vorlauftemperatur, Volumenstrom und Bauraum. Daraus ergibt sich das Rth-Budget, das wir in der Thermosimulation gegen Varianten der Kanalführung prüfen, bevor die Konstruktion beginnt.

Wie legt ihr auf zwanzig Jahre Betriebsdauer aus?

Wir rechnen mit dem Lastprofil statt mit dem Datenblattmaximum und planen Reserve für Verschmutzung und Alterung des Kreislaufs ein. Zusätzlich betrachten wir die Lastwechselfestigkeit, denn sie entscheidet über die Lebensdauer der Fügestellen.

Welche Werkstoffe verarbeitet ihr, und wie wählt man richtig?

Wir verarbeiten Kupfer, Kupfernickel, Edelstahl und Aluminium. Die Wahl folgt drei Kriterien: Wärmeleitfähigkeit, Medienkompatibilität und mechanische Anforderung. Häufig kombinieren wir beides: leitfähiges Material an der Wärmequelle, beständiges Material am Medium.

Wie stellt ihr Dichtheit sicher?

Standard ist die Druckprüfung jedes Bauteils; für anspruchsvolle Anwendungen prüfen wir zusätzlich mit Helium-Lecktest und dokumentieren die Leckrate pro Teil. Die Zielleckrate legen wir vor der Konstruktion fest.

In welchen Größen fertigt ihr Kühlkörper und Flüssigkeitskühlplatten?

Wir fertigen vom 30 mm kurzen Mikrokanalkühler bis zur 3 m (30.000 mm) langen Kühlplatte und bis hin zum komplett gekühlten Präzisionsgroßbauteil. Was geht, entscheidet nicht die Größe allein, sondern Werkstoff, Bauweise und Toleranz: Nenn uns deine Abmessungen, wir sagen dir, in welcher Bauweise wir sie fertigen.

Baut ihr auch für den MW-Bereich?

Ja. Bauteillängen bis rund 3 m und großflächige Cold Plates gehören zu unserem Standardspektrum.

Wie geht ihr mit Korrosion im Kreislauf um?

Die häufigste Ursache ist die Werkstoffpaarung, nicht das Bauteil selbst. Wir stimmen Werkstoff, Medium und Inhibitor gemeinsam ab; bei gemischten Installationen empfehlen wir getrennte Kreisläufe.

Welche Stückzahlen und Lieferzeiten sind möglich?

Muster in rund 6-8 Wochen Standardlieferzeit, per Express in 2-4 Wochen. Für die Serie fertigen wir hochautomatisiert in Deutschland; kostensensible Standardteile kommen aus unseren Joint Ventures in Asien.

Arbeitet ihr unter NDA?

Ja, das ist für uns der Normalfall. Wir zeichnen deine Geheimhaltungsvereinbarung oder stellen unsere. Kundenprojekte und Anwendungsdetails geben wir grundsätzlich nicht weiter.

Grundlagen

Kühlung in der Energietechnik: worauf es technisch ankommt

Auszug aus dem Cool How Report 2026

So legen wir eine Kühllösung aus

Jede Auslegung beginnt mit denselben Randbedingungen: Verlustleistung Pv, maximal zulässige Bauteiltemperatur, Umgebungs- bzw. Vorlauftemperatur und die verfügbare Kontaktfläche. Erst daraus ergibt sich, welche Kühlstrategie überhaupt in Frage kommt.

Warum das so genau sein muss: Ein Temperaturanstieg um nur 10 Kelvin kann die Lebensdauer elektronischer Komponenten halbieren.

Die vier Kenngrößen eines thermischen Systems

λ
Wärmeleitfähigkeit [W/m·K]
Beschreibt den Wärmetransport im Medium. Kupfer liegt bei rund 400 W/m·K, Aluminium bei 150–200 W/m·K.
λ = Q̇ · l / (A · ΔT)
α
Wärmeübergangskoeffizient [W/m²·K]
Beschreibt den Wärmefluss zwischen fester Oberfläche und Fluid, also zwischen Kühlkörper und Luft oder Kühlmedium.
α = Q̇ / (A · ΔT) = Nu · λF / L
Rth
Wärmewiderstand [K/W]
Gibt an, welche Temperaturdifferenz nötig ist, um 1 W zu übertragen. Herstellerangaben gelten nur für die angegebenen Prüfbedingungen.
Rth = ΔT / Q̇
k
Wärmedurchgangskoeffizient [W/m²·K]
Wie der α-Wert, jedoch für den Durchgang durch Festkörperschichten statt für den Übergang an ein Fluid.
k = 1 / (Rth · A)

In fünf Schritten zur passenden Kühllösung

1
Systemparameter erfassen
Verlustleistung Pv, maximal zulässige Bauteiltemperatur Tmax, Kontaktfläche A sowie Umgebungstemperatur T0 (Luft) oder Vorlauftemperatur Tv (Flüssigkeit).
2
Temperaturdifferenz berechnen
ΔT = Tmax − T0 beziehungsweise ΔT = Tmax − Tv.
3
Erforderlichen Wärmewiderstand bestimmen
Rth = ΔT / Pv, der Wert, den die Kühllösung unterschreiten muss.
4
Wärmedurchgangskoeffizient abschätzen
Ist die Kontaktfläche bekannt: k = 1 / (Rth · A). Das macht Luft- und Flüssigkeitslösungen vergleichbar.
5
Kühlstrategie festlegen
Aus k und Bauraum ergibt sich, ob natürliche Konvektion, Zwangskühlung oder eine Cold Plate erforderlich ist.
Rechenbeispiel: Kühlung eines IGBT
Gegeben: A = 0,03 m², T0 = 20 °C, Tmax = 70 °C, Pv = 2000 W.
ΔT = 50 K  →  Rth = 50 K / 2000 W = 0,025 K/W  →  k = 1333,3 W/m²·K
Ergebnis: Für diesen Fall ist eine Flüssigkeitskühlung (Cold Plate) erforderlich.

Was den Wärmewiderstand eines Luftkühlkörpers beeinflusst

Effektive Kühlfläche: Mehr Fläche senkt den Rth, aber nur bis zu einem Grenzwert, dem sich der Wert asymptotisch nähert.
Ausrichtung bei natürlicher Konvektion: Die Lage zur Schwerkraft bestimmt die Strömungsgeschwindigkeit. Je langsamer die Strömung, desto höher der Rth.
Strömungsgeschwindigkeit: Mit Lüftern steigt sie deutlich gegenüber freier Konvektion. Die Einbaulage wird dann zweitrangig.
Verlustleistung: Der Rth-Wert sinkt mit steigender Verlustleistung und nähert sich einem konstanten Wert.

Werkstoffe: Wärmeleitfähigkeit und Strömungsgrenzen

Die Werkstoffwahl entscheidet über thermische Performance und Lebensdauer. Wird die maximal empfohlene Strömungsgeschwindigkeit im Rohr überschritten, trägt das Medium die schützende Passivschicht mechanisch ab. Erosion und Leckage sind die Folge.

Werkstoff Wärmeleitfähigkeit bei 20 °C Max. Strömungsgeschw.
Kupfer / Kupferlegierungen 305–394 W/m·K 2,0 m/s
Aluminium / Al-Legierungen 125–210 W/m·K 1,8 m/s (Strukturen 1–2 m/s)
Kupfer-Nickel (CuNi) - 3,5 m/s
Edelstahl geringe Leitfähigkeit, sehr gute Korrosionsbeständigkeit 4,5 m/s
Graphit (parallel zur Schichtebene) bis 2000 W/m·K, technisch 140–160 W/m·K -
Sinterkeramik (BN, SiC) 100–200 W/m·K, elektrisch isolierend -

Diese Daten brauchen wir für deine Auslegung

Je vollständiger die Randbedingungen, desto schneller kommen wir von der ersten Abschätzung zur belastbaren CFD-Simulation. Diese Checkliste stammt aus dem Cool How Report und ist die Grundlage jedes Auslegungsgesprächs.

Flüssigkeitskühlkörper
Verlustleistung und deren Lage
Vorlauftemperatur und Daten des Kühlmediums
Verfügbarer Volumenstrom, gewünschter Druckverlust
Festkörperwerkstoffe und Materialkombinationen im Kreislauf
Max. zulässige Oberflächentemperatur
Übergangswiderstände der Bauteilanbindung
Wenn vorhanden: CAD-Modell
Luftkühlkörper
Verlustleistung und deren Lage
Thermische Anbindung (Datenblatt Paste oder Pad)
Umgebungstemperatur
Ausrichtung des Kühlkörpers im Raum
Ggf. Datenblatt des vorgesehenen Lüfters
Bauraum und Einbaumöglichkeiten
Zulässige Temperaturstreuung auf der Oberfläche

Lastwechsel statt Dauerlast

Leistungshalbleiter altern nicht durch hohe Temperatur allein, sondern durch Temperaturwechsel. Jeder Zyklus belastet die Verbindungsschichten im Modul.

Wir legen deshalb nicht nur auf die maximale Sperrschichttemperatur aus, sondern auf eine möglichst kleine Temperaturschwankung über den Lastzyklus.

Werkstoffe, Medien und Korrosion

Kupfer, Aluminium und Edelstahl im selben Kreislauf ohne passendes Medium führen zuverlässig zu Korrosion, und zwar Jahre nach der Inbetriebnahme.

Wir stimmen Werkstoffwahl, Medium und Oberflächenbehandlung gemeinsam ab und dokumentieren die Freigabe. Bei gemischten Installationen trennen wir die Kreisläufe.

Verfügbarkeit über den Anlagenlebenszyklus

Anlagen laufen länger als die meisten Lieferketten. Der teuerste Ausfall ist der, für den es kein Ersatzteil mehr gibt.

Rahmenverträge, Lagerhaltung und Last-Time-Buy gehören deshalb bei uns zum Standardangebot, ebenso die Nachfertigung von Bauteilen aus bestehenden Anlagen.

Vom Prototyp in die Serie

Der teuerste Fehler ist ein Prototyp, der thermisch funktioniert, aber nicht serienfähig ist. Deshalb prüfen wir Herstellbarkeit und Kosten parallel zur thermischen Auslegung, nicht danach.

Weil Entwicklung, Fertigung, Prüfung und Lieferung bei COOLTEC im selben Haus stattfinden, geht an diesen Übergängen nichts verloren, vom ersten Lastfall bis zum Last-Time-Buy.

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