
Einseitig eingepresste Rohre
Einseitg eingepresste Kupfer‑, Aluminium‑, oder Edelstahlrohre für hohe Verlustleistungen. (...)
Wie stark erwärmt sich das Kühlmedium bei einer gegebenen Wärmelast? Und welcher Volumenstrom hält die Temperatur im Griff? Der Rechner liefert beide Werte für die Auslegung von Flüssigkeitskühlkreisläufen.
Die Kühlleistung einer Wasserkühlung hängt am Volumenstrom und an der Erwärmung des Kühlmediums zwischen Ein- und Auslass. Ein kleiner Temperaturhub bedeutet eine gleichmäßige Temperaturverteilung im Kühlkörper und weniger Hotspots. Dieser Rechner dient der Auslegung von Flüssigkeitskühlkreisläufen in der Elektronik und Leistungselektronik, nicht der Klima- oder Raumkühlung.
Die Erwärmung des Kühlmediums folgt aus der Wärmebilanz Q = ṁ · c · ΔT. Mit dem Massenstrom ṁ = ρ · V̇ und der Umrechnung des Volumenstroms von l/min ergibt sich:
ΔT = (Q · 60 · 1000) / (ρ · V̇ · c)
V̇ = (Q · 60 · 1000) / (ρ · ΔT · c)
Nach dem Volumenstrom umgestellt lässt sich der nötige V̇ für eine gewünschte Erwärmung bestimmen.
Eine Kühlplatte führt die Verlustleistung von sechs Chips ab: Q = 3.000 W. Als Kühlmedium dient Wasser (ρ = 997 kg/m³, c = 4.180 J/(kg·K)) bei einem Volumenstrom von 5 l/min.
ΔT = (3.000 · 60 · 1000) / (997 · 5 · 4.180) ΔT ≈ 8,6 K Das Kühlwasser erwärmt sich um rund 8,6 K zwischen Ein- und Auslass. Das ist ein typischer Wert für eine ausgelegte Flüssigkeitskühlung.
Über die Wärmebilanz ΔT = (Q · 60 · 1000) / (ρ · V̇ · c): die Wärmelast Q geteilt durch das Produkt aus Dichte, Volumenstrom und spezifischer Wärmekapazität. Der Faktor 60 · 1000 rechnet den Volumenstrom von l/min in m³/s um.
Der nötige Volumenstrom ergibt sich aus V̇ = (Q · 60 · 1000) / (ρ · ΔT · c) für eine gewünschte Erwärmung ΔT. Je kleiner die zulässige Erwärmung, desto höher der erforderliche Volumenstrom.
Für Flüssigkeitskühler in der Elektronik liegt die Erwärmung typisch zwischen 5 und 10 K. Ein kleiner Temperaturhub sorgt für eine gleichmäßige Temperaturverteilung und geringe Hotspot-Gefahr, erfordert aber einen höheren Volumenstrom und damit mehr Pumpenleistung.
Ja. Wählen Sie das Kühlmedium aus oder geben Sie Dichte und Wärmekapazität direkt ein. Glykol senkt die Wärmekapazität, sodass sich das Medium bei gleichem Volumenstrom stärker erwärmt.
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