Industrial Automation

Taktfeste Kühlung für den 24/7 Dauerbetrieb

In der Automatisierung zählt nicht der Spitzenwert, sondern die Stunde 8.000. Wir konstruieren Kühlkörper für Umrichter, Antriebe und Schaltschränke, die im Dauerbetrieb halten. Sie sind wartungsarm, vertragen Verschmutzung und bleiben über Jahre nachlieferbar.

Stranggepresster Kühlkörper Produktbeispiel 7 | Extrufin
Einseitig eingepresste Rohre Produktbeispiel 5-1 | Monopress
Stranggepresster Kühlkörper Produktbeispiel 11-2 | Extrufin
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Nicht nur Elektronik

In der Anlage wird mehr heiß als der Umrichter.

Neben Leistungselektronik kühlen wir Antriebe, Spindeln, Gehäuse und Prozessmedien. Gerade an mechanischen Komponenten entscheidet die Kühlung über Taktzeit, Genauigkeit und Standzeit.

  • Umrichter & Frequenzumrichter

    IGBT-Module und Gleichrichterstufen im Dauerbetrieb.

  • Antriebe & Statoren

    Verlustwärme direkt an der Wicklung abführen.

  • Spindeln & Werkzeugmaschinen

    Thermischer Drift kostet Genauigkeit. Wir halten ihn klein.

  • Schaltschränke

    Luft-Wasser-Kühlung statt Klimagerät.

  • Gehäuse & Strukturbauteile

    Temperierte Strukturen für maßhaltige Prozesse.

  • Schweiß- & Fügetechnik

    Hohe Dauerlasten an Elektroden und Zangen.

  • Lasersysteme

    Hohe Leistungsdichten in kompakten Bauräumen.

  • Prozessmedien

    Öl-, Wasser- und Gaskühlung in der Anlage.

Dauerbetrieb

Standzeit · Wartungsarmut · Verfügbarkeit

Im Mehrschichtbetrieb ist jeder Stillstand teuer. Deshalb legen wir nicht auf den Bestwert aus, sondern auf den Wert, der nach Jahren noch anliegt. Dazu kommen Bauweisen, die dazwischen wenig Aufmerksamkeit brauchen.

  • Standzeit

    Auslegung auf Dauerlast statt auf Spitzenlast, inklusive Reserve für Verschmutzung und Alterung des Kreislaufs.

  • Wartungsarmut

    Geometrien, die sich nicht zusetzen, und Bauweisen, die ohne regelmäßigen Eingriff auskommen.

  • Verfügbarkeit

    Rahmenverträge, Lagerhaltung und Last-Time-Buy sichern die Versorgung über den Anlagenlebenszyklus.

Was wir für Automatisierung und Antriebstechnik liefern

  • Cold Plates (Flüssigkeitskühlplatten) : für Umrichter, Netzteile und Leistungselektronik.
  • Statorkühlung : für Linear- und Torquemotoren.
  • Spindel- und Maschinenkühlung : gegen thermischen Drift.
  • Luft-Wasser-Kühler : für Schaltschränke.
  • Sonderkonstruktionen : für enge und unregelmäßige Bauräume.
Kühlung für Maschinen- und Anlagenbau

Alles aus einer Hand, von der Entwicklung bis zur Serie.

COOLTEC übernimmt dein Thermomanagement komplett: ein Ansprechpartner, ein Prozess, von der ersten Idee bis zur Serienlieferung. Du steigst dort ein, wo du stehst. Entwicklung, Simulation und Konstruktion sind optional.

  1. Optional

    Entwicklung & Simulation

    Wir entwickeln, simulieren und konstruieren deine Kühllösung und testen sie virtuell, bevor wir physisch produzieren.

  2. Herstellbarkeit & Kosten

    Du weißt schon, was du brauchst? Wir prüfen Herstellbarkeit und optimieren dein Design für die Serie.

  3. Muster & Prototypen

    Muster in rund 6-8 Wochen Standardlieferzeit, per Express in 2-4 Wochen, je nach Produkt und Komplexität.

  4. Serienproduktion

    Hochautomatisierte High-Tech-Fertigung in Deutschland, Low-Cost-Serien aus Asien.

  5. Versorgung & Lifecycle

    Rahmenverträge, Lagerhaltung, Last-Time-Buy: Wir sichern deine Versorgung über den gesamten Produktlebenszyklus.

Vorschau: Automation Thermal Guide: Kühlung im Dauerbetrieb
Im Guide

Automation Thermal Guide: Kühlung im Dauerbetrieb

Kein Produktkatalog, sondern Auslegungswissen: wie Kühllösungen aussehen, die im Mehrschichtbetrieb über Jahre stabil bleiben, und was Wartungsarmut in der Auslegung bedeutet.

Mit Experten sprechen+49 (0)36781 44 69-0
Sebastian Krüger, Head of Sales und Automation-Expert
Dein Ansprechpartner

Sebastian Krüger

Head of Sales und Automation-Expert

Bring deine thermische Herausforderung mit: Verlustleistung, Bauraum, Medium, Umgebungsbedingungen. Sebastian sucht mit dir im ersten Gespräch die richtigen Lösungsansätze und stellt direkt das Team zusammen, das wir dafür brauchen, aus Anwendungstechnik, Produktionstechnik und Thermoengineering. Eine Warteschleife gibt es dabei nicht.

FAQ Industrial Automation

Häufig gestellte Fragen

Gibt es passende Wasserkühler für Servoregler und Frequenzumrichter?

Ja. Wasserkühler für Servoregler und Umrichter sind ein wiederkehrender Fall bei uns, häufig als Nachrüstung, wenn ein luftgekühlter Regler in einem geschlossenen Schaltschrank an seine Grenze kommt. Anfragen kommen regelmäßig für Regler-Baureihen namhafter Hersteller, teils auf Empfehlung des Antriebsherstellers selbst. Was wir dafür brauchen, ist nicht der Reglertyp allein, sondern die Verlustleistung, die Lage und Größe der Kühlfläche am Gerät und das Bohrbild. Der Grund: Dieselbe Baureihe wird in unterschiedlichen Leistungsklassen verbaut, und die Kühlplatte muss zum konkreten Gerät passen, nicht zum Namen. Grenze: Ein Katalogteil „Kühlplatte für Regler X“ haben wir nicht. Wir fertigen sie passend, was bei Einzelstücken den Preis prägt, aber jede Gerätevariante abdeckt.

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Gibt es Kühlplatten für 19-Zoll-Prüfstände und Racks?

Ja. Kühlplatten im 19-Zoll-Raster sind ein wiederkehrender Fall im Prüfstandsbau, typischerweise als Platte, auf die Prüflinge oder Leistungsbaugruppen montiert werden. Reale Anfragen liegen etwa bei 430 × 800 mm mit bis zu 2.500 W je Platte bei 15 °C Vorlauftemperatur und einer Plattentemperatur, die 75 °C nicht überschreiten darf. Das ist eine gut lösbare Aufgabe, weil die Wärme verteilt anfällt und die Vorlauftemperatur niedrig ist. Wichtig ist die Montageseite: Wenn wechselnde Prüflinge aufgeschraubt werden, braucht die Platte ein Lochraster oder Gewindebild statt einzelner Bohrungen, und die Fläche muss plan bleiben. Grenze: Bei häufigem Umbau ist eine Platte mit Gewindeeinsätzen langlebiger als direkt eingeschnittene Gewinde in Aluminium, denn Gewinde in weichem Material verschleißen bei wiederholter Montage.

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Wie viel Verlustleistung führt eine Kühlplatte im Schaltschrank ab?

Eine Kühlplatte führt die Wärme dorthin ab, wo das Kühlmittel sie hinträgt. Die Grenze setzt daher nicht die Platte, sondern der Kreislauf: Volumenstrom, Vorlauftemperatur und die Leistung des Rückkühlers. Zur Einordnung aus realen Projekten: Auslegungen von wenigen Hundert Watt bis über 10 kW je Platte sind Alltag, in einem Fall mit zwei IGBT-Modulen auf einer gemeinsamen Platte. Entscheidend ist die Wärmestromdichte an der Quelle, nicht die Gesamtleistung: 2 kW auf 300 cm² sind unkritisch, 2 kW auf 30 cm² verlangen eine innenstrukturierte Platte mit Kanal direkt unter der Quelle. Grenze und häufiges Missverständnis: Eine Kühlplatte kühlt nicht unter die Temperatur des Kühlmediums. Wer Bauteiltemperaturen unter Raumtemperatur braucht, braucht ein Kälteaggregat, keine Kühlplatte.

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Welche Ebenheit erreicht die Anschraubfläche, und bekommen wir ein Messprotokoll?

Die Anschraubfläche wird planbearbeitet, und die erreichte Ebenheit messen und protokollieren wir auf Anforderung. Ebenheitsmessberichte und Protokolle zu Lochabständen liefern wir regelmäßig an Serienkunden. Warum das mehr ist als Formalität: Bei einem Leistungsmodul entscheidet die Ebenheit unmittelbar über den Übergangswiderstand, und ein Zehntelmillimeter Welligkeit lässt sich mit keiner Wärmeleitpaste kompensieren. Gib in der Zeichnung an, über welche Fläche die Ebenheit gilt: über die gesamte Platte oder nur über die Modulaufstandsfläche. Das ist bei großen Platten ein erheblicher Unterschied in Aufwand und Preis. Grenze: Sehr enge Ebenheit über große Längen erfordert Nachbearbeitung nach dem Fügen und teilweise Spannungsarmglühen; das verlängert die Durchlaufzeit und sollte früh eingeplant werden.

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Können Kühlplatten in bestehende Maschinen und Werkzeuge integriert werden?

Ja. Die Integration in bestehende Bauteile ist einer unserer häufigsten Anwendungsfälle: Kühlkanäle direkt in einen Drosselkasten, in ein Fertigungswerkzeug oder in ein Magnetsystem einbringen, statt einen separaten Kühler anzubauen. Der Vorteil betrifft den Bauraum und vor allem den Wärmepfad: Jede Trennstelle zwischen Bauteil und Kühler kostet Temperatur, und eine integrierte Lösung hat diese Trennstelle nicht. Voraussetzung ist, dass genug Wandstärke für die Kanalführung vorhanden ist und dass sich das Bauteil nach dem Fügen noch bearbeiten lässt. Was wir dafür brauchen: das bestehende Bauteil als STEP-Modell und die Angabe, welche Flächen gekühlt werden sollen. Grenze: In Bauteile aus Guss oder mit unbekanntem Werkstoff können wir nicht ohne Materialprüfung einpressen oder schweißen. Dann ist eine angeschraubte Platte der sichere Weg.

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Wie reproduzierbar sind Kühlplatten aus einer Serie?

Reproduzierbarkeit ist bei Prüf- und Messtechnik oft wichtiger als der Absolutwert: Alle Platten müssen sich gleich verhalten, damit Messergebnisse vergleichbar bleiben. Für Serien halten wir deshalb Fertigungsparameter fest und prüfen die kritischen Merkmale (Ebenheit, Kanalgeometrie, Dichtheit) nach festgelegtem Prüfplan; Messberichte liefern wir mit. Was Streuung erzeugt, ist selten die Bearbeitung, sondern das Vormaterial: Unterschiedliche Chargen und besonders unterschiedliche Materialformen wie Guss und Walzmaterial verhalten sich beim Fügen anders. Bei reproduzierbarkeitskritischen Serien binden wir daher die Materialform fest und dokumentieren die Charge. Grenze: Wenn du eine Streuungsangabe für den Wärmewiderstand brauchst, muss sie messtechnisch ermittelt werden. Aus einer Simulation lässt sich keine Serienstreuung ableiten.

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Wie groß ist der Druckverlust, und wie wird er gemessen?

Der Druckverlust wird nicht von der Platte allein bestimmt, sondern überwiegend von Bögen, Übergängen und Anschlüssen: In einem Kundenprojekt ließ sich der Druckverlust allein durch Weglassen der Drehgelenke am Anschluss deutlich senken. Das ist die wichtigste praktische Erkenntnis: Wer Druckverlust senken will, beginnt bei der Anschlussführung, nicht bei der Kanalstruktur. Für Auslegungen geben wir berechnete Kennlinien an; die Messung am realen Aufbau ist genauer, weil deine Adapter und Schläuche mitwirken. Viele Kunden messen Druckverlust über Volumenstrom selbst und charakterisieren dabei ihre Adapter mit. Das ist ein sinnvoller Weg. Grenze: Druckverlust und Wärmewiderstand stehen gegeneinander; eine Platte mit sehr niedrigem Druckverlust kühlt bei gleicher Geometrie schlechter.

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Können mehrere Verbraucher über einen Kühlkreis versorgt werden?

Ja, mehrere Verbraucher an einem Kreis sind üblich. Die Frage ist nur, ob sie in Reihe oder parallel liegen. In Reihe erwärmt jeder Verbraucher das Medium für den nächsten, sodass der letzte in der Kette die schlechtesten Bedingungen hat; parallel bekommt jeder Verbraucher kaltes Medium, aber die Aufteilung des Volumenstroms muss über die Kanalquerschnitte gesteuert werden, sonst nimmt die Strömung den Weg des geringsten Widerstands. Bei Aufbauten mit unterschiedlich heißen Verbrauchern, etwa Antriebsreglern und Bremswiderständen, legen wir die Reihenfolge bewusst fest: Das temperaturempfindlichste Bauteil kommt zuerst. Grenze: Bei stark unterschiedlichen Verlustleistungen an einem Kreis ist eine hydraulische Auslegung des Gesamtsystems nötig; die einzelne Platte allein zu optimieren führt dann in die Irre.

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Wie legt ihr den thermischen Widerstand aus?

Wir starten mit deinem Lastfall: Verlustleistung, Verteilung über die Fläche, zulässige Bauteiltemperatur, Vorlauftemperatur, Volumenstrom und Bauraum. Daraus ergibt sich das Rth-Budget, das wir in der Thermosimulation gegen Varianten der Kanalführung prüfen, bevor die Konstruktion beginnt.

Wie legt ihr für Dauerlast statt Spitzenlast aus?

Wir rechnen mit dem Lastprofil über die Schicht, nicht mit dem Datenblattmaximum, und planen Reserve für Verschmutzung und Alterung des Kreislaufs ein. Ein Kühlkörper, der neu genau passt, ist nach zwei Jahren zu klein.

Welche Werkstoffe verarbeitet ihr, und wie wählt man richtig?

Wir verarbeiten Kupfer, Kupfernickel, Edelstahl und Aluminium. Die Wahl folgt drei Kriterien: Wärmeleitfähigkeit, Medienkompatibilität und mechanische Anforderung. Häufig kombinieren wir: leitfähiges Material an der Wärmequelle, beständiges Material am Medium.

Wie stellt ihr Dichtheit sicher?

Standard ist die Druckprüfung jedes Bauteils; für anspruchsvolle Anwendungen prüfen wir zusätzlich mit Helium-Lecktest und dokumentieren die Leckrate pro Teil. Die Zielleckrate legen wir vor der Konstruktion fest.

In welchen Größen fertigt ihr Kühlkörper und Flüssigkeitskühlplatten?

Wir fertigen vom 30 mm kurzen Mikrokanalkühler bis zur 3 m (30.000 mm) langen Kühlplatte und bis zum komplett gekühlten Präzisionsgroßbauteil. Was geht, entscheidet nicht die Größe allein, sondern Werkstoff, Bauweise und Toleranz. Nenn uns deine Abmessungen, wir sagen dir, in welcher Bauweise wir sie fertigen.

Kühlt ihr auch Antriebe und mechanische Komponenten?

Ja: Statoren, Spindeln, Gehäuse und Strukturbauteile. In Werkzeugmaschinen ist der thermische Drift der Struktur oft der größere Hebel als die Elektronikkühlung.

Wie verhindert ihr, dass sich Kanäle zusetzen?

Über die Geometrie: keine Toträume, ausreichende Querschnitte, spülbare Kanalführung. Zusätzlich stimmen wir Werkstoff und Medium ab, weil Ablagerungen meist aus der Werkstoffpaarung entstehen.

Welche Stückzahlen und Lieferzeiten sind möglich?

Muster in rund 6-8 Wochen Standardlieferzeit, per Express in 2-4 Wochen. Für die Serie fertigen wir hochautomatisiert in Deutschland; kostensensible Standardteile kommen aus unseren Joint Ventures in Asien.

Arbeitet ihr unter NDA?

Ja, das ist für uns der Normalfall. Wir zeichnen deine Geheimhaltungsvereinbarung oder stellen unsere. Kundenprojekte und Anwendungsdetails geben wir grundsätzlich nicht weiter.

Kühlung in der Automatisierung: worauf es technisch ankommt

Auszug aus dem Cool How Report 2026

So legen wir eine Kühllösung aus

Jede Auslegung beginnt mit denselben Randbedingungen: Verlustleistung Pv, maximal zulässige Bauteiltemperatur, Umgebungs- bzw. Vorlauftemperatur und die verfügbare Kontaktfläche. Erst daraus ergibt sich, welche Kühlstrategie überhaupt in Frage kommt.

Warum das so genau sein muss: Ein Temperaturanstieg um nur 10 Kelvin kann die Lebensdauer elektronischer Komponenten halbieren.

Die vier Kenngrößen eines thermischen Systems

λ
Wärmeleitfähigkeit [W/m·K]
Beschreibt den Wärmetransport im Medium. Kupfer liegt bei rund 400 W/m·K, Aluminium bei 150–200 W/m·K.
λ = Q̇ · l / (A · ΔT)
α
Wärmeübergangskoeffizient [W/m²·K]
Beschreibt den Wärmefluss zwischen fester Oberfläche und Fluid, also zwischen Kühlkörper und Luft oder Kühlmedium.
α = Q̇ / (A · ΔT) = Nu · λF / L
Rth
Wärmewiderstand [K/W]
Gibt an, welche Temperaturdifferenz nötig ist, um 1 W zu übertragen. Herstellerangaben gelten nur für die angegebenen Prüfbedingungen.
Rth = ΔT / Q̇
k
Wärmedurchgangskoeffizient [W/m²·K]
Wie der α-Wert, jedoch für den Durchgang durch Festkörperschichten statt für den Übergang an ein Fluid.
k = 1 / (Rth · A)

In fünf Schritten zur passenden Kühllösung

1
Systemparameter erfassen
Verlustleistung Pv, maximal zulässige Bauteiltemperatur Tmax, Kontaktfläche A sowie Umgebungstemperatur T0 (Luft) oder Vorlauftemperatur Tv (Flüssigkeit).
2
Temperaturdifferenz berechnen
ΔT = Tmax − T0 beziehungsweise ΔT = Tmax − Tv.
3
Erforderlichen Wärmewiderstand bestimmen
Rth = ΔT / Pv, der Wert, den die Kühllösung unterschreiten muss.
4
Wärmedurchgangskoeffizient abschätzen
Ist die Kontaktfläche bekannt: k = 1 / (Rth · A). Das macht Luft- und Flüssigkeitslösungen vergleichbar.
5
Kühlstrategie festlegen
Aus k und Bauraum ergibt sich, ob natürliche Konvektion, Zwangskühlung oder eine Cold Plate erforderlich ist.
Rechenbeispiel: Kühlung eines IGBT
Gegeben: A = 0,03 m², T0 = 20 °C, Tmax = 70 °C, Pv = 2000 W.
ΔT = 50 K  →  Rth = 50 K / 2000 W = 0,025 K/W  →  k = 1333,3 W/m²·K
Ergebnis: Für diesen Fall ist eine Flüssigkeitskühlung (Cold Plate) erforderlich.

Was den Wärmewiderstand eines Luftkühlkörpers beeinflusst

Effektive Kühlfläche: Mehr Fläche senkt den Rth, aber nur bis zu einem Grenzwert, dem sich der Wert asymptotisch nähert.
Ausrichtung bei natürlicher Konvektion: Die Lage zur Schwerkraft bestimmt die Strömungsgeschwindigkeit. Je langsamer die Strömung, desto höher der Rth.
Strömungsgeschwindigkeit: Mit Lüftern steigt sie deutlich gegenüber freier Konvektion. Die Einbaulage wird dann zweitrangig.
Verlustleistung: Der Rth-Wert sinkt mit steigender Verlustleistung und nähert sich einem konstanten Wert.

Werkstoffe: Wärmeleitfähigkeit und Strömungsgrenzen

Die Werkstoffwahl entscheidet über thermische Performance und Lebensdauer. Wird die maximal empfohlene Strömungsgeschwindigkeit im Rohr überschritten, trägt das Medium die schützende Passivschicht mechanisch ab. Erosion und Leckage sind die Folge.

Werkstoff Wärmeleitfähigkeit bei 20 °C Max. Strömungsgeschw.
Kupfer / Kupferlegierungen 305–394 W/m·K 2,0 m/s
Aluminium / Al-Legierungen 125–210 W/m·K 1,8 m/s (Strukturen 1–2 m/s)
Kupfer-Nickel (CuNi) - 3,5 m/s
Edelstahl geringe Leitfähigkeit, sehr gute Korrosionsbeständigkeit 4,5 m/s
Graphit (parallel zur Schichtebene) bis 2000 W/m·K, technisch 140–160 W/m·K -
Sinterkeramik (BN, SiC) 100–200 W/m·K, elektrisch isolierend -

Diese Daten brauchen wir für deine Auslegung

Je vollständiger die Randbedingungen, desto schneller kommen wir von der ersten Abschätzung zur belastbaren CFD-Simulation. Diese Checkliste stammt aus dem Cool How Report und ist die Grundlage jedes Auslegungsgesprächs.

Flüssigkeitskühlkörper
Verlustleistung und deren Lage
Vorlauftemperatur und Daten des Kühlmediums
Verfügbarer Volumenstrom, gewünschter Druckverlust
Festkörperwerkstoffe und Materialkombinationen im Kreislauf
Max. zulässige Oberflächentemperatur
Übergangswiderstände der Bauteilanbindung
Wenn vorhanden: CAD-Modell
Luftkühlkörper
Verlustleistung und deren Lage
Thermische Anbindung (Datenblatt Paste oder Pad)
Umgebungstemperatur
Ausrichtung des Kühlkörpers im Raum
Ggf. Datenblatt des vorgesehenen Lüfters
Bauraum und Einbaumöglichkeiten
Zulässige Temperaturstreuung auf der Oberfläche

Auslegung auf das Lastprofil

Der Datenblattwert beschreibt einen Betriebspunkt, nicht den Betrieb. Entscheidend ist das Lastprofil über die Schicht: Wie lange liegt welche Verlustleistung an, und wie schnell wechselt sie.

Wir legen gegen dieses Profil aus und planen Reserve für Verschmutzung und Alterung ein. Das kostet anfangs etwas Fläche und spart später Stillstand.

Thermischer Drift in der Maschine

In Werkzeugmaschinen und Positioniersystemen ist nicht die Bauteiltemperatur das Problem, sondern der Temperaturgradient in der Struktur. Er erzeugt Verformung und damit Maßabweichung.

Statorkühlung und temperierte Strukturbauteile greifen die Wärme dort ab, wo sie entsteht, bevor sie sich in Führungen und Rahmen verteilt.

Wartungsarmut beginnt in der Geometrie

Kanäle setzen sich dort zu, wo Strömung fehlt. Tote Ecken, sprunghafte Querschnittsänderungen und schlecht spülbare Bereiche sind die typischen Ursachen.

Wir konstruieren deshalb spülbar und stimmen Werkstoff, Medium und Inhibitor ab. Das reduziert Wartungsaufwand mehr als jedes Filterkonzept.

Vom Prototyp in die Serie

Der teuerste Fehler ist ein Prototyp, der thermisch funktioniert, aber nicht serienfähig ist. Deshalb prüfen wir Herstellbarkeit und Kosten parallel zur thermischen Auslegung, nicht danach.

Weil Entwicklung, Fertigung, Prüfung und Lieferung bei COOLTEC in einer Hand liegen, geht bei diesen Übergängen nichts verloren, vom ersten Lastfall bis zum Last-Time-Buy.

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