Semiconductor

Präzisionskühlung, die Nanometer möglich macht

In der Halbleiterfertigung entscheidet thermische Stabilität über Auflösung, Ausbeute und Konstanz. Wir kühlen dabei Elektronik, vor allem aber mechanische Komponenten: Gehäuse, Präzisionsbauteile, Statoren und Prozessgas. Wir simulieren, fertigen und prüfen in Deutschland, von 3 cm bis 3 m Länge.

Mehrseitige Bauteilkühlung Produktbeispiel Explosion 1 | Multipress
Mehrseitige Bauteilkühlung Produktbeispiel 7-2 | Multipress
Einseitig eingepresste Rohre Produktbeispiel 5-1 | Monopress
Innenstrukturierte Kühlplatten Produktbeispiel 4 | Structureflow
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Nicht nur Elektronik

In Semiconductor-Anwendungen zählt jedes Grad

Der größte Teil unserer Halbleiterprojekte umfasst mechanische Komponenten: Gehäuse, Strukturbauteile, Optikhalterungen, Statoren und Prozessgas. Genau dort entstehen bei unzureichender Kühlleistung und maßlichen Toleranzen die Abweichungen, die deine Anwendung aus der Spezifikation laufen lassen. Unsere Kühllösungen verbinden Präzisionsmechanik mit Thermomanagement. So bleiben die Prozessfenster unserer Kunden stabil und kontrollierbar.

  • Leistungselektronik

    Für IGBT-Module, Treiberstufen und Umrichter sitzt der Flüssigkeitskühler direkt unter dem Hotspot.

  • Gehäuse & Strukturbauteile

    Temperierte Präzisionsmechanik hält Geometrie und Ausrichtung über den ganzen Prozesszyklus.

  • Gaskühler für Prozessgas

    Prozessgas auf konstanter Temperatur: partikelarm, medienbeständig und dicht.

  • Spiegel- & Optikhalterungen

    Kühlung mit minimalem Temperaturgradienten, damit die Optik ihre Lage hält.

  • Chucks & Wafer-Tische

    Homogene Temperaturfelder auf großer Fläche, ohne dass sich die Auflage verzieht.

  • Vakuumkammer-Kühlung

    Ausgasarme Werkstoffe und Oberflächen, He-dichte Verbindungen.

  • Laser- & Plasmaquellen

    Hohe Leistungsdichten dauerhaft abführen, auch bei engem Bauraum.

  • Statorkühlung

    Verlustwärme direkt an der Wicklung abführen, damit Antriebe in Positioniersystemen thermisch stabil bleiben.

EUV-Lithographie

Reinheit · Präzision · Kühlperformance

In EUV-Anwendungen zählen drei Dinge gleichzeitig, und keines davon lässt sich gegen ein anderes eintauschen. Ein Kühlkörper, der Leistung bringt, aber Partikel abgibt, ist unbrauchbar. Ebenso unbrauchbar ist ein sauberes Bauteil, das seine Geometrie nicht hält. Wir legen alle drei Achsen zusammen aus: Wir simulieren thermisch, kontrollieren die Fertigung und belegen das Ergebnis messtechnisch.

  • Reinheit

    Definierte Reinigungsprozesse, partikelarme Innenkanäle, dokumentierte Restschmutzwerte und reinraumgerechte Verpackung.

  • Präzision

    Enge Form- und Lagetoleranzen auch bei großen Bauteilen, inklusive Nachbearbeitung nach dem Fügen, damit die Geometrie am Ende stimmt.

  • Kühlperformance

    Kanalführung, Turbulatoren und Materialwahl richten sich nach deinem Rth-Budget und nach dem Druckverlust, den deine Anlage verkraftet.

Was wir aktuell in EUV-Anwendungen kühlen

  • Prozessgas-Kühler : konstante Gastemperatur bei kontrollierter Reinheit.
  • Gehäuse & Strukturbauteile mit temperierten Strukturen : für die Prozesskontrolle.
  • Präzisionskomponenten : Kühlkanäle in Bauteilen mit engsten Toleranzen.
  • Quellen-Kühlung : für Plasma- und Laserquellen mit hoher Leistungsdichte.
  • Statorkühlung : die Antriebe in Positioniersystemen thermisch entkoppelt.
Kühlung für EUV-Lithografie und Lasertechnik

Alles aus einer Hand, von der Entwicklung bis zur Serie.

COOLTEC übernimmt dein Thermomanagement komplett: ein Ansprechpartner, ein Prozess, von der ersten Idee bis zur Serienlieferung. Du steigst dort ein, wo du stehst. Entwicklung, Simulation und Konstruktion sind optional.

  1. Optional

    Entwicklung & Simulation

    Wir entwickeln, simulieren und konstruieren deine Kühllösung und testen sie virtuell, bevor wir physisch produzieren.

  2. Herstellbarkeit & Kosten

    Du weißt schon, was du brauchst? Wir prüfen Herstellbarkeit und optimieren dein Design für die Serie.

  3. Muster & Prototypen

    Muster in rund 6-8 Wochen Standardlieferzeit, per Express in 2-4 Wochen, je nach Produkt und Komplexität.

  4. Serienproduktion

    Hochautomatisierte High-Tech-Fertigung in Deutschland, Low-Cost-Serien aus Asien.

  5. Versorgung & Lifecycle

    Rahmenverträge, Lagerhaltung, Last-Time-Buy: Wir sichern deine Versorgung über den gesamten Produktlebenszyklus.

Vorschau: Semi Thermal Guide: Kühlung für Halbleiterfertigung
Im Guide

Semi Thermal Guide: Kühlung für Halbleiterfertigung

Kein Produktkatalog, sondern Auslegungswissen: die Entscheidungen, die in Halbleiterprojekten früh getroffen werden müssen, und was sie später kosten, wenn sie falsch fallen.

Mit Experten sprechen+49 (0)36781 44 69-0
Sebastian Krüger, Head of Sales und Semiconductor-Expert
Dein Ansprechpartner

Sebastian Krüger

Head of Sales und Semiconductor-Expert

Bring deine thermische Herausforderung mit: Verlustleistung, Bauraum, Medium, Umgebungsbedingungen. Sebastian sucht mit dir im ersten Gespräch die richtigen Lösungsansätze und stellt direkt das Team zusammen, das wir dafür brauchen, aus Anwendungstechnik, Produktionstechnik und Thermoengineering. Eine Warteschleife gibt es dabei nicht.

FAQ Halbleiter

Die Fragen, die uns Halbleiter-Entwickler wirklich stellen.

Warum ist Aluminium bei deionisiertem Wasser ein Problem, und was nehmen wir stattdessen?

Deionisiertes Wasser ist in der Halbleiterfertigung Standard, greift Aluminium aber an: Ihm fehlen die Ionen, weshalb es sie aus dem Werkstoff löst und die schützende Oxidschicht nicht stabil bleibt. Die Folge sind Lochkorrosion und Partikelabgabe in den Kreislauf. Beides ist in einer Fab nicht akzeptabel. Für DI-Wasser-Kreisläufe arbeiten wir daher mit Edelstahl, Kupfer mit geeigneter Innenoberfläche oder mit Aluminiumplatten, in die Kupfer- oder Edelstahlrohre eingepresst sind, sodass das Medium nur Rohrmaterial berührt. Diese Trennung von tragender Struktur und medienberührter Oberfläche ist der eigentliche Vorteil der Einpresstechnik in diesem Umfeld. Grenze: Auch Kupfer ist nicht überall zulässig. In Bereichen mit Kupferkontaminationsverbot muss die medienberührte Oberfläche Edelstahl sein.

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Sind die Kühler vakuumtauglich und partikelarm?

Vakuumtauglichkeit ist keine Eigenschaft des Kühlers allein, sondern eine Frage von Konstruktion, Oberfläche und Reinigung. Kritisch sind eingeschlossene Volumina: Sacklochbohrungen, überlappende Fügestellen und Gewinde halten Restluft und Feuchte, die im Vakuum über Stunden ausgasen. Konstruktiv lösen wir das über durchgehende Bohrungen, Entlastungsnuten und Fügeverfahren ohne Hohlräume. Für partikelarme Umgebungen kommt die Nachbehandlung hinzu: definierte Oberflächenrauheit, gratfreie Kanten und eine dokumentierte Endreinigung, verpackt in Reinraumfolie. Was wir dafür brauchen, ist die Angabe der Zielumgebung: Vakuumklasse, Reinraumklasse, zulässige Ausgasungsrate. Grenze und Ehrlichkeit: Eine Ausgasungsprüfung nach Spezifikation (z. B. Restgasanalyse) und Reinraum-Endmontage liefern wir nicht selbst; wir konstruieren und fertigen vakuumgerecht und stimmen den Nachweis mit deinem Prüflabor ab.

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Wie temperaturstabil kann eine Kühlplatte gehalten werden?

Die erreichbare Temperaturstabilität an der Bauteilfläche hängt fast vollständig vom Thermostat und der Regelung ab, nicht vom Kühler. Der Kühler bestimmt aber, wie stark eine Schwankung im Vorlauf am Bauteil ankommt. Zwei konstruktive Hebel sind entscheidend: eine hohe Wärmekapazität der Platte dämpft schnelle Schwankungen, und eine gleichmäßige Kanalführung verhindert, dass unterschiedliche Bereiche der Platte unterschiedlich warm werden. Für stabilitätskritische Anwendungen legen wir die Kanäle deshalb nicht auf minimalen Druckverlust, sondern auf gleichmäßige Temperaturverteilung aus und weisen sie per Simulation nach. Grenze: Wenn deine Spezifikation eine Stabilität im Bereich weniger Hundertstel Kelvin fordert, ist das eine Regelungs- und Thermostataufgabe. Wir liefern die Platte, die es nicht kaputt macht, aber nicht die Regelgüte.

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Wie läuft die Zusammenarbeit, wenn wir vorab eine Geheimhaltungsvereinbarung brauchen?

Eine Geheimhaltungsvereinbarung vor dem ersten technischen Austausch ist in der Halbleiterbranche der Normalfall und für uns Routine. Praktisch läuft es so: Du schickst deine NDA-Vorlage an deinen Ansprechpartner im Vertrieb, wir prüfen sie und melden uns mit Freigabe oder Anmerkungen zurück; erst danach tauschen wir Geometrien, Leistungsdaten und Simulationsergebnisse aus. Wenn du keine eigene Vorlage hast, stellen wir eine bereit. Bitte nenn in der Anfrage direkt, an welche Adresse die Vereinbarung gehen soll. Die häufigste Verzögerung entsteht dadurch, dass die NDA im allgemeinen Postfach landet und der zuständige Ingenieur davon nichts erfährt. Grenze: Zeichnungen und Auslegungsergebnisse aus deinem Projekt verwenden wir nicht für andere Kunden; umgekehrt können wir bestehende Konstruktionen anderer Kunden nicht als Referenz zeigen.

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Kann Aluminium mit Keramik verbunden werden, etwa mit einem Siliziumnitrid-Deckel?

Aluminium und Keramik lassen sich verbinden, aber nicht mit denselben Verfahren wie Metall auf Metall. Die stark unterschiedliche Wärmedehnung erzeugt bei jedem Temperaturwechsel Spannung in der Fügezone. Übliche Wege sind Kleben mit einem thermisch leitfähigen, dehnungsverträglichen Klebstoff, Löten über eine metallisierte Keramikoberfläche oder eine geklemmte Verbindung mit dünner Wärmeleitfolie. Welcher Weg passt, hängt an drei Angaben: geforderter Wärmewiderstand, Temperaturwechselbereich und ob die Verbindung dicht sein muss. Für Aufbauten, bei denen die Keramik gleichzeitig Isolator und Deckel eines Kühlkanals ist, ist die Dichtheit über Temperaturwechsel der kritische Punkt. Grenze und Ehrlichkeit: Aktivlöten von Keramik ist kein Standardverfahren bei uns. Wir bewerten die Machbarkeit, ziehen dafür aber gegebenenfalls einen Spezialisten hinzu, statt es intern zu improvisieren.

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Wann ist COOLTEC für ein Halbleiterprojekt nicht die richtige Wahl?

Wir sind nicht die richtige Wahl, wenn du ein Katalogprodukt in Großserie zum Marktpreis brauchst und keine kundenspezifische Geometrie: Dort ist ein Katalog- oder Massenhersteller günstiger, und das sollte er auch sein. Ebenso passen wir nicht, wenn die Anforderung eine vollständige Reinraum-Endmontage inklusive Restgasanalyse und Partikelzertifikat je Bauteil umfasst. Das ist Aufgabe eines auf Vakuumkomponenten spezialisierten Fertigers. Unsere Stärke liegt dort, wo eine Geometrie neu entwickelt werden muss, wo Werkstoffe und Medien ungewöhnlich kombiniert werden und wo zwischen Simulation, Prototyp und Serie mehrere Schleifen nötig sind. Wenn dein Projekt eher nach Katalog als nach Entwicklung klingt, sagen wir dir das im Erstgespräch. Eine Anfrage, die zu einem anderen Anbieter gehört, kostet uns beide nur Zeit.

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Wie stellt ihr Partikelfreiheit und Reinheit sicher?

Wir arbeiten mit definierten, dokumentierten Reinigungsprozessen: mehrstufige Spülung der Innenkanäle, kontrollierte Trocknung, Restschmutzanalyse nach vereinbarter Prüfvorschrift und reinraumgerechte Verpackung mit Verschlusskappen. Die Kanalgeometrie legen wir so aus, dass keine Toträume entstehen, in denen sich Partikel oder Medienreste sammeln. Welche Reinheitsklasse wir garantieren, definieren wir gemeinsam mit dir am Anfang des Projekts, inklusive der Frage, wie geprüft und dokumentiert wird.

Welche Leckraten erreicht ihr, und wie wird geprüft?

Je nach Bauweise und Fügeverfahren realisieren wir Dichtheiten bis in den Bereich der Helium-Dichtheitsprüfung. Standard ist bei uns die Druckprüfung jedes Bauteils; für anspruchsvolle Anwendungen prüfen wir mit Helium-Lecktest und dokumentieren die Leckrate pro Teil. Die Zielleckrate legen wir im Lastenheft fest. Sie hat direkten Einfluss auf Werkstoff, Fügeverfahren und Prüfaufwand, deshalb klären wir sie vor der Konstruktion.

Sind eure Kühlkörper vakuumtauglich? Wie steht es um Ausgasen?

Ja. Für Vakuumanwendungen wählen wir ausgasarme Werkstoffe und verzichten auf problematische Hilfsstoffe in Fertigung und Reinigung. Entscheidend sind die Oberflächenbehandlung, das Fügeverfahren und die Vermeidung von eingeschlossenen Volumina. Wenn deine Anwendung Ausgasraten nach einer bestimmten Norm verlangt, stimmen wir Werkstoff- und Prozessauswahl darauf ab und dokumentieren sie entsprechend.

Welche Werkstoffe verarbeitet ihr, und wie wählt man richtig?

Wir verarbeiten Kupfer, Kupfernickel, Edelstahl und Aluminium. Die Wahl folgt drei Kriterien: Wärmeleitfähigkeit, Medienkompatibilität und mechanische Anforderung. Kupfer bringt die beste Leitfähigkeit, Kupfernickel deutlich höhere Korrosionsbeständigkeit gegen aggressive Medien, Edelstahl die höchste chemische Beständigkeit und Sauberkeit, Aluminium das beste Verhältnis aus Gewicht und Kosten. In vielen Semi-Projekten kombinieren wir Werkstoffe: leitfähiges Material an der Wärmequelle, beständiges Material am Medium.

Wie legt ihr den thermischen Widerstand aus?

Wir starten mit deinem Lastfall: Verlustleistung, Verteilung über die Fläche, zulässige Bauteiltemperatur, Vorlauftemperatur, Volumenstrom und Bauraum. Daraus ergibt sich das Rth-Budget, das wir auf Kontaktwiderstand, Materialleitung und konvektiven Anteil aufteilen. In der Thermosimulation prüfen wir Varianten der Kanalführung, bis Temperaturmaximum und Druckverlust gemeinsam passen. Erst danach beginnt die Konstruktion. Das spart in der Regel eine komplette Musterschleife.

Wie viel bringen Turbulatoren, und was kosten sie an Druckverlust?

Turbulatoren erhöhen den konvektiven Wärmeübergang deutlich: In unseren Anwendungen sind bis zu 40 % mehr Kühlleistung möglich. Der Druckverlust steigt dabei mit, deshalb setzen wir sie gezielt ein: nur in den Abschnitten unter den Hotspots, nicht über die gesamte Kanallänge. So bleibt der Systemdruckverlust im Budget deiner Pumpe, während die kritische Stelle die zusätzliche Leistung bekommt. Verfügbar in eingezogenen und seit Kurzem auch in eingepressten Rohren.

In welchen Größen fertigt ihr Kühlkörper und Flüssigkeitskühlplatten?

Wir fertigen vom 30 mm kurzen Mikrokanalkühler bis zur 3 m (30.000 mm) langen Kühlplatte und bis zum komplett gekühlten Präzisionsgroßbauteil. Was geht, entscheidet nicht die Größe allein, sondern Werkstoff, Bauweise und Toleranz: nenn uns deine Abmessungen, wir sagen dir, in welcher Bauweise wir sie fertigen.

Kühlt ihr auch mechanische Komponenten, nicht nur Elektronik?

Das ist in Halbleiteranwendungen sogar der Regelfall. Wir kühlen Gehäuse und Strukturbauteile, Optik- und Spiegelhalterungen, Chucks, Vakuumkammer-Komponenten, Statoren von Positionierantrieben und Prozessgas. Bei mechanischen Bauteilen geht es selten nur um maximale Wärmeabfuhr, sondern um einen möglichst kleinen Temperaturgradienten, weil der Gradient die Verformung erzeugt, die deine Präzision kostet.

Was ist eine Statorkühlung und wann braucht man sie?

In Positionier- und Handlingsystemen erzeugen Linear- und Torquemotoren Verlustwärme direkt neben der Präzisionsmechanik. Wird sie nicht abgeführt, wandert sie in Führungen und Struktur und erzeugt Drift. Eine Statorkühlung führt die Wärme unmittelbar an der Wicklung ab, bevor sie sich verteilt. Wir legen dafür Kühlkörper aus, die eng an der Motorgeometrie sitzen, hohe Wärmestromdichten aufnehmen und trotzdem die Toleranzen der Baugruppe einhalten.

Wie funktioniert die Prozessgas-Kühlung bei euch?

Prozessgaskühler müssen zwei Dinge zugleich leisten: die Gastemperatur eng führen und die Gasreinheit nicht beeinträchtigen. Wir konstruieren die gasberührten Flächen entsprechend (beständiger Werkstoff, saubere Oberfläche, keine Toträume) und legen die Wärmeübertragerfläche auf deinen Volumenstrom und dein Temperaturfenster aus. Druckverlust auf der Gasseite ist dabei meist die kritische Nebenbedingung; den optimieren wir mit in der Simulation.

Welche Bauteilgrößen und Stückzahlen sind möglich?

Von wenigen Zentimetern bis rund 3 m Baulänge, vom Einzelstück für den Prototypenaufbau bis zur Serie. Halbleiterprojekte laufen bei uns typischerweise in kleinen bis mittleren Stückzahlen mit hoher Variantenvielfalt. Dafür ist unsere Fertigung ausgelegt. Muster liefern wir in rund 6-8 Wochen, per Express in 2-4 Wochen, abhängig von Produkt und Komplexität.

Welche Dokumentation liefert ihr zur Qualifizierung?

Werkstoffnachweise, Maßprotokolle, Druck- und Dichtheitsprüfprotokolle sowie Reinigungs- und Verpackungsnachweise, jeweils im vereinbarten Umfang je Los oder je Teil. Für Erstbemusterungen erstellen wir die Dokumentation nach deiner Vorgabe. Was genau du brauchst, klären wir vor Serienstart, damit die Prüfschritte von Anfang an in den Prozess eingeplant sind.

Arbeitet ihr unter NDA?

Ja, das ist in der Halbleiterindustrie Standard und für uns der Normalfall. Wir zeichnen deine Geheimhaltungsvereinbarung oder stellen unsere. Kundenprojekte und Anwendungsdetails geben wir grundsätzlich nicht weiter. Auch die Referenzen auf dieser Seite nennen wir nur mit ausdrücklicher Freigabe.

Grundlagen

Kühlkörper in der Halbleiterfertigung: worauf es technisch ankommt

Halbleiterfertigung ist thermisch eng. Das liegt nicht an der Wärmemenge, sondern daran, wie wenig Temperaturänderung erlaubt ist. Ein Zehntelkelvin an der falschen Stelle verschiebt eine Struktur, ein Gradient über ein Gehäuse verzieht eine Aufnahme. Die folgenden Abschnitte fassen zusammen, wie wir bei COOLTEC an diese Aufgaben herangehen.

Auszug aus dem Cool How Report 2026

So legen wir eine Kühllösung aus

Jede Auslegung beginnt mit denselben Randbedingungen: Verlustleistung Pv, maximal zulässige Bauteiltemperatur, Umgebungs- bzw. Vorlauftemperatur und die verfügbare Kontaktfläche. Erst daraus ergibt sich, welche Kühlstrategie überhaupt in Frage kommt.

Warum das so genau sein muss: Ein Temperaturanstieg um nur 10 Kelvin kann die Lebensdauer elektronischer Komponenten halbieren.

Die vier Kenngrößen eines thermischen Systems

λ
Wärmeleitfähigkeit [W/m·K]
Beschreibt den Wärmetransport im Medium. Kupfer liegt bei rund 400 W/m·K, Aluminium bei 150–200 W/m·K.
λ = Q̇ · l / (A · ΔT)
α
Wärmeübergangskoeffizient [W/m²·K]
Beschreibt den Wärmefluss zwischen fester Oberfläche und Fluid, also zwischen Kühlkörper und Luft oder Kühlmedium.
α = Q̇ / (A · ΔT) = Nu · λF / L
Rth
Wärmewiderstand [K/W]
Gibt an, welche Temperaturdifferenz nötig ist, um 1 W zu übertragen. Herstellerangaben gelten nur für die angegebenen Prüfbedingungen.
Rth = ΔT / Q̇
k
Wärmedurchgangskoeffizient [W/m²·K]
Wie der α-Wert, jedoch für den Durchgang durch Festkörperschichten statt für den Übergang an ein Fluid.
k = 1 / (Rth · A)

In fünf Schritten zur passenden Kühllösung

1
Systemparameter erfassen
Verlustleistung Pv, maximal zulässige Bauteiltemperatur Tmax, Kontaktfläche A sowie Umgebungstemperatur T0 (Luft) oder Vorlauftemperatur Tv (Flüssigkeit).
2
Temperaturdifferenz berechnen
ΔT = Tmax − T0 beziehungsweise ΔT = Tmax − Tv.
3
Erforderlichen Wärmewiderstand bestimmen
Rth = ΔT / Pv, der Wert, den die Kühllösung unterschreiten muss.
4
Wärmedurchgangskoeffizient abschätzen
Ist die Kontaktfläche bekannt: k = 1 / (Rth · A). Das macht Luft- und Flüssigkeitslösungen vergleichbar.
5
Kühlstrategie festlegen
Aus k und Bauraum ergibt sich, ob natürliche Konvektion, Zwangskühlung oder eine Cold Plate erforderlich ist.
Rechenbeispiel: Kühlung eines IGBT
Gegeben: A = 0,03 m², T0 = 20 °C, Tmax = 70 °C, Pv = 2000 W.
ΔT = 50 K  →  Rth = 50 K / 2000 W = 0,025 K/W  →  k = 1333,3 W/m²·K
Ergebnis: Für diesen Fall ist eine Flüssigkeitskühlung (Cold Plate) erforderlich.

Was den Wärmewiderstand eines Luftkühlkörpers beeinflusst

Effektive Kühlfläche: Mehr Fläche senkt den Rth, aber nur bis zu einem Grenzwert, dem sich der Wert asymptotisch nähert.
Ausrichtung bei natürlicher Konvektion: Die Lage zur Schwerkraft bestimmt die Strömungsgeschwindigkeit. Je langsamer die Strömung, desto höher der Rth.
Strömungsgeschwindigkeit: Mit Lüftern steigt sie deutlich gegenüber freier Konvektion. Die Einbaulage wird dann zweitrangig.
Verlustleistung: Der Rth-Wert sinkt mit steigender Verlustleistung und nähert sich einem konstanten Wert.

Werkstoffe: Wärmeleitfähigkeit und Strömungsgrenzen

Die Werkstoffwahl entscheidet über thermische Performance und Lebensdauer. Wird die maximal empfohlene Strömungsgeschwindigkeit im Rohr überschritten, trägt das Medium die schützende Passivschicht mechanisch ab. Erosion und Leckage sind die Folge.

Werkstoff Wärmeleitfähigkeit bei 20 °C Max. Strömungsgeschw.
Kupfer / Kupferlegierungen 305–394 W/m·K 2,0 m/s
Aluminium / Al-Legierungen 125–210 W/m·K 1,8 m/s (Strukturen 1–2 m/s)
Kupfer-Nickel (CuNi) - 3,5 m/s
Edelstahl geringe Leitfähigkeit, sehr gute Korrosionsbeständigkeit 4,5 m/s
Graphit (parallel zur Schichtebene) bis 2000 W/m·K, technisch 140–160 W/m·K -
Sinterkeramik (BN, SiC) 100–200 W/m·K, elektrisch isolierend -

Diese Daten brauchen wir für deine Auslegung

Je vollständiger die Randbedingungen, desto schneller kommen wir von der ersten Abschätzung zur belastbaren CFD-Simulation. Diese Checkliste stammt aus dem Cool How Report und ist die Grundlage jedes Auslegungsgesprächs.

Flüssigkeitskühlkörper
Verlustleistung und deren Lage
Vorlauftemperatur und Daten des Kühlmediums
Verfügbarer Volumenstrom, gewünschter Druckverlust
Festkörperwerkstoffe und Materialkombinationen im Kreislauf
Max. zulässige Oberflächentemperatur
Übergangswiderstände der Bauteilanbindung
Wenn vorhanden: CAD-Modell
Luftkühlkörper
Verlustleistung und deren Lage
Thermische Anbindung (Datenblatt Paste oder Pad)
Umgebungstemperatur
Ausrichtung des Kühlkörpers im Raum
Ggf. Datenblatt des vorgesehenen Lüfters
Bauraum und Einbaumöglichkeiten
Zulässige Temperaturstreuung auf der Oberfläche

EUV-Flüssigkeitskühlkörper

In EUV-Systemen arbeiten Flüssigkeitskühlkörper unter drei gleichzeitigen Randbedingungen: hohe lokale Leistungsdichte, sehr enge Temperaturkonstanz und strenge Anforderungen an die Sauberkeit. Die Auslegung beginnt deshalb nicht bei der maximalen Kühlleistung, sondern bei der zulässigen Temperaturschwankung am Bauteil. Daraus ergeben sich Vorlauftemperatur, Volumenstrom und die zulässige Spreizung über den Kühlkörper, und erst daraus die Kanalgeometrie.

Kritisch ist dabei die Gleichmäßigkeit: Ein Kühlkörper, der im Mittel die richtige Temperatur hält, aber am Ein- und Auslass mehrere Kelvin auseinanderliegt, erzeugt genau den Gradienten, den die Anwendung nicht verträgt. Wir lösen das über die Kanalführung: Parallelführung statt langer Serienpfade, gezielte Querschnittsänderungen, Turbulatoren nur dort, wo die Last sitzt. Die Wirksamkeit prüfen wir in der Thermosimulation, bevor das erste Muster entsteht.

Kühlplatten für Präzisionskomponenten

Bei Präzisionskomponenten ist der Kühlkörper zugleich Strukturbauteil. Er muss Wärme abführen und dabei seine Geometrie halten, auch nachdem er gefügt, gereinigt und montiert wurde. Fügeverfahren bringen Wärme ins Bauteil und damit Verzug; wir planen deshalb Nachbearbeitungsschritte nach dem Fügen ein, damit die geforderten Form- und Lagetoleranzen am fertigen Teil und nicht am Rohteil erreicht werden.

Ebenso wichtig ist die thermische Anbindung: Der beste Kanal nützt nichts, wenn der Kontaktwiderstand zur Wärmequelle dominiert. Ebenheit, Rauheit, Anpressdruck und Schnittstellenmaterial gehören deshalb ins Lastenheft. Sie entscheiden oft mehr über das Ergebnis als die Kanalgeometrie selbst.

Prozessgaskühler in Halbleiteranlagen

Prozessgaskühler stehen zwischen zwei Anforderungen: Sie sollen das Gas eng temperieren, dürfen es aber weder verunreinigen noch übermäßig drosseln. Die gasberührten Flächen bestimmen die Reinheit, die Wärmeübertragerfläche die Leistung, der Strömungsquerschnitt den Druckverlust. Diese drei Größen lassen sich nicht unabhängig optimieren. Wir legen sie gemeinsam aus und zeigen dir im Auslegungsgespräch, wo die sinnvollen Kompromisse liegen.

In der Praxis heißt das: beständige Werkstoffe auf der Gasseite, glatte und rückstandsfrei reinigbare Oberflächen, keine Toträume, in denen sich Feuchte oder Partikel halten können. Wir legen den Kühler auf deinen Volumenstrom, deine Eintritts- und Zieltemperatur und dein Druckverlustbudget aus.

Statorkühlung in Positioniersystemen

Positionierantriebe sind in Halbleiteranlagen eine unterschätzte Wärmequelle. Ihre Verlustleistung entsteht unmittelbar neben der Mechanik, die exakt bleiben soll. Ohne gezielte Kühlung verteilt sich diese Wärme über Führungen und Rahmen und erzeugt einen langsamen, schwer kompensierbaren Drift. Eine Statorkühlung greift die Wärme dort ab, wo sie entsteht.

Die Herausforderung liegt im Bauraum: Der Kühlkörper muss der Motorgeometrie eng folgen, hohe Wärmestromdichten aufnehmen und darf die Toleranzkette der Baugruppe nicht stören. Wir konstruieren solche Bauteile als Kombination aus Strukturteil und Kühlkanal, häufig mit Structureflow, damit Übergänge und damit thermische Widerstände entfallen.

Vakuumtaugliche Kühlplatten

Im Vakuum fällt die Konvektion als Wärmepfad weg. Die gesamte Wärme muss über Leitung und Strahlung abgeführt werden. Das verschiebt die Auslegung: Anbindungsflächen und Materialquerschnitte werden wichtiger als jede Oberflächenvergrößerung. Gleichzeitig gelten strenge Anforderungen an Ausgasverhalten und Dichtheit, denn jede Leckage und jedes flüchtige Hilfsmittel belastet die Kammer.

Wir wählen dafür ausgasarme Werkstoffe, vermeiden eingeschlossene Volumina und stimmen Reinigungs- und Fügeprozesse auf die Vakuumanforderung ab. Die Dichtheit belegen wir mit Prüfprotokollen bis in den Bereich der Helium-Dichtheitsprüfung.

Reinraumtaugliche Kühlkörper

Reinraumtauglichkeit ist keine Eigenschaft, die man einem Bauteil am Ende verleiht. Sie entsteht über den gesamten Prozess: Sie beginnt bei der Konstruktion, die tote Ecken und schwer spülbare Geometrien vermeidet, führt über kontrollierte Fertigungs- und Reinigungsschritte und endet bei einer Verpackung, die das Bauteil bis zum Einbau schützt.

Wir definieren mit dir die Reinheitsanforderung als prüfbare Größe: Restschmutzmenge, Partikelgröße, Prüfmethode. Danach richten wir Fertigung, Prüfung und Dokumentation aus. Nur so ist die Reinheit reproduzierbar und nicht das Ergebnis einer besonders gründlichen Einzelcharge.

EUV-Lithografie & Lasertechnik: Präzisionskühlung für maximale Strahlstabilität

In der EUV-Lithografie und Lasertechnik sichert präzise Kühlung die Strahlqualität und die Zuverlässigkeit. COOLTEC liefert dafür Hochleistungskühlungen.

Laser- und EUV-Systeme setzen hohe Energiemengen auf kleinem Raum um. Schon minimale Temperaturabweichungen können Strahlabweichungen, Leistungsverlust oder optische Fehler verursachen. Besonders bei Hochleistungslasern und in der Halbleiterfertigung entscheidet die thermische Stabilität über Effizienz, Prozesssicherheit und Produktqualität.

Ohne gezielte Kühlung drohen:

Strahlinstabilität und Leistungsverlust durch Temperaturdrift

Deformationen optischer Komponenten

Reduzierte Lebensdauer von Laserdioden, Optiken und Elektronik

Unerwartete Stillstände und Qualitätsabweichungen in der Produktion

COOLTEC-Lösungen für EUV-Lithografie & Lasertechnik

Bei COOLTEC bekommst du Kühlsysteme, die speziell für die hohen Anforderungen der EUV- und Lasertechnologie entwickelt wurden. Mit den modularen Hochleistungskühlkörpern und Flüssigkeitskühlsystemen verschiebst du das thermische Limit deiner Systeme, bei hoher Präzision und geringer Baugröße.

Stabile Betriebstemperaturen für hohe Strahlqualität

Höhere Laserleistung bei identischem Bauraum

Energieeffizientes Thermomanagement für Dauerbetrieb

Reduzierte Stillstandzeiten durch zuverlässige Kühlperformance

Anpassbare Kühlmodule vom Prototyp bis zur Serie

Konkret kommen modulare Hochleistungskühlkörper und Flüssigkeitskühlplatten zum Einsatz, entwickelt für exakte Temperaturführung bei minimalem thermischen Widerstand. Sie eignen sich für Hochleistungslaser, Optiken und Präzisionselektronik. Alle Systeme sind modular aufgebaut und lassen sich an Leistung, Bauraum und thermische Lasten anpassen, von der Prototypenphase bis zur Serienfertigung.

Maximale Präzision, minimale Toleranzen

Ob in der Halbleiterfertigung, in der Forschung oder in Hochleistungslaseranwendungen: COOLTEC sorgt dafür, dass optische Systeme, Laserquellen und Leistungselektronik ihre volle Leistung bringen. EUV- und Lasersysteme reagieren sehr empfindlich auf Temperaturänderungen. Ohne gezielte Kühlung sinkt die Strahlstabilität, Komponenten altern schneller, und Produktionsprozesse verlieren an Präzision und Wirtschaftlichkeit.

Besonders von effizienter Kühlung profitieren:

Hochleistungslaser & Laserdioden

Optische Komponenten und Strahlquellen

Leistungselektronik und Treibereinheiten

EUV-Optiken und Spiegelmodule

Davon haben beide Seiten im Projekt etwas: Entwickler erhalten thermische Sicherheit und Designfreiheit, Einkäufer bekommen wettbewerbsfähige Preise, prozesssichere Fertigung und hohe Lieferzuverlässigkeit.

Vom Prototyp in die Serie

Der teuerste Fehler in Halbleiterprojekten ist ein Prototyp, der thermisch funktioniert, aber nicht serienfähig ist. Deshalb prüfen wir Herstellbarkeit und Kosten parallel zur thermischen Auslegung, nicht danach. Werkstoffverfügbarkeit, Fügeverfahren, Prüfaufwand und Toleranzkonzept entscheiden mit darüber, ob aus dem Muster ein wirtschaftliches Serienteil wird.

Weil Entwicklung, Fertigung, Prüfung und Lieferung bei COOLTEC in einer Hand liegen, geht bei diesen Übergängen nichts verloren. Du hast einen Ansprechpartner vom ersten Lastfall bis zum Last-Time-Buy, und alle Erkenntnisse aus der Musterphase fließen direkt in die Serie. Was davon für dein Projekt relevant ist, steht ausführlich im Semi Thermal Guide.

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Drei Angaben, ein Klick, und der Download startet sofort. Danach entscheidest du, ob wir über dein Projekt sprechen.

Rth-Auslegung und Materialwahl konkret erklärt
Dichtheit, Reinheit und Vakuum als Prüfgrößen
Aus 30+ Jahren Projekterfahrung, ohne Marketingfüllstoff
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Du hast ein thermisches Problem in der Halbleiterfertigung?

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